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BEST OF VERÖFFENTLICHT: OUT NOW!

DER KAWEI KRIMI – »DIE SCHÖNSTEN LIEBESLIEDER VON SLIPKNOT«


»Ich möchte deine Kehle aufschlitzen & dich in die Wunde ficken!«
[›Disasterpiece‹ by Slipknot]

.:LESEPROBE:. .:Kap_10 // Seite 122 [unlektoriert]:.

-.-.-09:15:23-.-.-Der Autoschlaf ist ihm nicht gut bekommen. Er versucht das Bild des geilen Arschgeweihs vor seinem geistigen Auge wieder entstehen zu lassen. Hat ihn beim komatösen Dösen in ihre geilen Fänge getrieben. Er muss in die Innenstadt, wo er bei einem alten Kumpel was checken könnte: dem wird er auch ohne Geld für 1 »RettungsLine« gut sein, weil er kein Bargeld mit sich führt und seine Kreditkarte nicht belasten kann. Das würde eventuell sein Alibi vereiteln. Und er muss in ein InternetCafé.

Und er wird Gott anrufen. Gott im Regierungsviertel: 1 ExzessGott, zu dem er um Hilfe fleht. Ohne Kirche, aber dafür im Paradies mit vielen Gläubigen: 1 himmlischer Götze mit göttlicher Nase. Lebenskritiker würden ihn als »Pharisäer« bezeichnen. Aber sie sind nicht würdig, dass sie eingehen unter sein Dach. Und während manche für ihre Existenz als Ungläubige noch den Gottesbeweis suchen, hat er sein Evangelium schon gefunden. Schwört auf die HedonismusGebote. Wie 1 moderner Hiob: Nur 1 Gottheit über sich, die sein Flehen erhören muss. Um göttliche Hostien aus dem Tabernakel, die er als Sakramente der eiligen Kommunion gewährt – sakrament!

Und die KommunionsKommunikation nur über unregistrierte WertkartenHandies. Der Ankömmling steigt aus. Der Regen prickelt im Gesicht wie Brause. Jetzt würds was werden mit dem Runterkommen, denkt der Ankömmling, saugt sich dann aber stattdessen lieber die stechenden Lungen voll.

-.-.-09:39:07-.-.-Regierungsviertel. Den Schlüsselbund, womit er aufgesperrt hat, um wen einzulassen, zieht er ab. Repetiert und schleudert diesen am krumm gemachten Zeigefinger zurück in die schnappende Handfläche wie ein Revolverheld. Ein Checker, unterfordert ruhelos, dem nie genug Wirbel sein kann. Ein echter Maniac, Workaholic, Kokaholic! Im abgedunkelten Bereich des geschlossenen Lokals telefoniert wer:

»O Eiland in the sun! Alle gesunden Versorgungsbetriebe, die mächtige Gewerkschaften haben oder in gesunder SPÖ-Hand am ausgestreckten Arm der Gemeinde Wien sind, stellen ihre Stände Bühnen Festzelte aufs WiesenAtoll im Donaustrom. So knapp an die 30 Zonen: 22 Bühnen, 19 Inseln, wobei sich manche nicht ganz klar sind, was sie darstellen. Während des Fests verbraucht man so viel Strom wie Sankt Pölten. Das restliche Jahr über wird sie zum gesunden Rollerskaten und weniger gesunden Drogendealen genützt. Gibt auch komische Namen, so Sachen wie ›Insel der Menschenrechte‹ – wer brauchtn so was? ›Heurigeninsel‹. Oder ›Pendlerinsel‹. Genau! Platziert neben der rebelligen SJ, die sich noch nicht in windelweich rosarote ›Spezialdemokraten‹ umbenannt hat. Heuer machen sie Koop mit ‘ner Bank, weil ja irgendwer auch Booking & Hackeln übernehmen muss. Nebenan die erprobte PlanetmusicCrew: OrganisationsSharing! Und Slipknot ists gesunde Zeichen an die Jugend. Man kann ja nicht immer nur Schunkeln & MusikantenStadl haben, manchmal hat 1 Jeder auch Lust auf solche Texte. Ah: Sie habn scho bei mir angrufen heut. Also: Termin ist machbar: heute 15:30 sharply!«

Der telefonierende Anzugträger hat 1 Hobby: Er wartet, bis 3 Zigaretten im Aschenbecher sind. Dann dämpft er unauffällig seine, die 4., aus und arrangiert die gekrümmten Tschickstummel so, dass 1 Symbol der Swastika entsteht. Das hat keinen politischen Hintergrund, sondern ist eher als Skurrilität einzuordnen. Und der Mann mit Bluetooth am Ohr, Computer mit Inter- & Intranet in TschickPacklGrösse [PDA] vor sich, lässt sich keinesfalls vom Telefonieren abhalten. »RocknRoll verboten in Vorarlberg, Radiohörn mache verrückt, predigten ältere Semester. Musiker waren Abgesandte des Teufels mit satanischen Versen...«

Interview//Beschwerde, egal! Feuer am Dach, aber keines unterm Arsch. Typisch Donauinselfest: Bonzen Bonsais. Und beim ›Popodrom‹ entkommen dann so selbstgezimmerte Reime wie ›oxygen is love // from above‹, wobei sicher was anderes gemeint sein muss, so wie die Protagonisten sich gebärden, denkt der Ankömmling, dessen verschmutzte Kleidung den sauberen Raum wie 1 Verhöhnung kontrastiert. Von den Anwesenden wird er eingehend gemustert. Dabei lässt sich aber niemand das Wundern und Starren anmerken. Der Koch sitzt herum...

KÖCHE!!!! Früher weisses Outfit wie Engel oder Ärzte. Heute sehen sie aus wie NinjaKrieger: schwarz durchgestylt der DesignHölle entsprungen, dunkelbezopft gefährlich wie sonst nur WerbeHeinis & ArchitekturFritzen [wobei Designerbrillen für Köche noch fehlen, weil sie sich beschlagen würden]. Und die grünen Smutjes haben immer noch Töffler an den Hufen: holländische Holzschuhe an den unteren Extremitäten, dazu karierte Kasperlhosen. Oberhalb der speckigen SchnürJacke stellen die zu Ausbildungszwecken geknechteten Küchenbuben ihr pochiert beflaumtes Pickelgesicht zur Schau. Bis zum Haubenchefkoch dauerts noch! Auch bis zum aufgestickten [warum nicht gespickten?] eigenen Namen auf schwarzdunkler NinjaHeldenbrust. Der Anzugträger beendet sein Telefonat.

Gott im Regierungsviertel ist die Dreifaltigkeit:
1 Patron 1 Koberer 1 Lokalbesitzer, er stellt flüsternd vor. »Is was im Rathaus: Geheimnis- und/oder Aktenträger beim Buagamasta. Troubleshooter!« Erinnert ihn an jemanden, aber kurz bevor er der ErinnerungsPerson habhaft werden kann, entgleitet diese ihm immer wieder aufs Neue. Der stark verschmutzte Ankömmling hockt sich zum Koch und lässt die Bewohner seines Gedächtnisses vorm geistigen Auge auf & ab marschieren. Gott im Regierungsviertel nickt generös ohne herumzufragen, gewährt Kredit für den »Proviant« zur nasalen Aufnahme und bewertet den Aufzug.

»Strohschuh, wie heissn de, Drillos? Warum hast kan Dodlhuat auf?« Gott im Regierungsviertel war früher LaufbandProduzent für Musiksendungen auf Ö3, wobei immer 2 von 13 Nummern aus heimischer Provenienz sein mussten: Quote! Und von diesen 2 hat er sich immer grosskoksig einladen lassen, bis daraus 1 eigener Beruf wurde. Und zur Tarnung hat er nun sein Lokal im Regierungsviertel sowie immer 1 Witz auf den Lippen vor dem prächtigen PlastikGebiss. Denn als Erstes hat er sich die Zähne rausgekokst. Implantate zu teuer, also wurde es 1 Mobilgebiss, das täglich rein- & rauswandert. »Sag, bist unta d Räuber gfallen?«

Der schmutzige Ankömmling legt den Kopf zurück: »A long & sad story!« Verschliesst den Mund mit 1 Grimasse, um mehr Druck zu erzeugen, rümpft die Nase. Ist saugbereit: mit Nebenhöhlen Nasengängen Lungen. Der Hals schwillt enorm an, profiliert von Muskeln Sehnen Adern. Als wolle er alles Leben hier inhalieren wie 1 Ameisenbär den Inhalt von 1 Termitenhügel. Beschleunigt den Puls, wühlt die Eingeweide auf, peitscht die Lenden, richtet die Wirbelsäule auf, jagt 1 Stromstoss ins Sonnengeflecht, pusht den Solarplexus, hypt die Hypophyse. Dehnt die Nackenwirbel, senkt das Kinn aufs dreckige Hemd. Entfaltet die Halsmuskeln wie 1 Athlet vorm Weltrekordversuch, streckt sich vorm Objekt der Begierde. Dreht den bereitwillig einsatzfreudigen Saugkopf in Ausgangsposition, entspannt die restliche Gesichtsmuskulatur. Alle Kraft Freude Bereitschaft aufs Wesentliche ausgerichtet. Augen oberhalb des zum Hauptdarsteller gewordenen Riechkolbens erfassen ihr Visier: Delta minus T. Das Dreieck aus 2 Augen plus 1 Nase tritt in Aktion, wird zuschlagen. Zieleinrichtung gesetzt. Waffe: McDonalds Strohhalm. Ziel erfasst, eingeloggt.

Kimme Korn. Wird bis zur vollendeten Tat nicht mehr losgelassen. Die Triangel im deltaförmig wirkenden Kopf gleitet wie 1 Abfangjäger über die abzufangende Strecke aus weissem Pulver. Der Kopf zieht durch hoch, so weit er kann. Lüsterne Nüstern, Nebenhöhlen sirren, Nasengänge jubilieren. In den Lungen der Blasbalg, der den Orgelton zur Hochmusik führt. Es pfeift durch die Bronchien, seit Mitternacht vom ungewohnten Nikotin verlegt. Die ständig benötigte Atemluft fährt reibend durch die verengten Kapillaren. Dann ist alles drinnen, einverleibt: 1 Gefühl überwältigender Klarheit. Die übermenschliche Gewissheit jegliche Situation nun zu beherrschen. Das Herz pumpt vor Überanstrengung. Das Gesicht massenhaft grimassenhaft eingekrampft, nachdem es hier zur Höchstleistung angetreten ist. Der Atemhub treibt seine Schultern nach hinten. Die Wirkung lässt den Brustkorb bis auf den letzten Milliliter seiner Kapazität schwellen, bis sich die Atmung wieder beruhigt, stabilisiert, stolz pumpend. Er blickt sich gehetzt um: Alles wartet auf die Story seines Abends, seines Aufzugs, seiner Beschmutzung. Nur die Aufmerksamkeit des Anzugträgers mit Bluetooth & PDA gilt dem Aschenbecher: frisch ausgeleert vom Koch.

Nun geht wieder ein neues Spiel los: Wer raucht als Erster? Na, eh die, die vorher auch schon geraucht haben, die tschicken weiter: also 2, fehlt noch 1, damit er dann... Und als KonzertAgent & geübter SteuerHinterzieher wird er mit der Wahrheit erst rausrücken, sobald 1 Anwalt für ihn Strafminderung ausgehandelt hat. Er verstaut den auf Pump gegebenen »Proviant«, drückt seine Zigarette aus: es ist die 3. im Aschenbecher, dann geht er ungesund kurzatmig schniefend ab, seine Nasenjause brav eingesackt-.-.-09:47:35-.-.-

 

--Partners in Crime | Der Autor und seine Hauptfigur
»Fotografier sonst wohin,
du Arschloch – oder willst sterben?«

--ANKLICKEN: Dieses schöne Motiv gibts auch auf T-SHIRTS!
Der inoffizielle Titel
ab sofort gibts auch T-Shirts davon.

---Exakt derjenige Aschenbecher, der in dieser Geschichte exakt eine Rolle spielen wird.
Der Aschenbecher, Teil der Handlung
(kommt wieder im Buch – im letzten Kapitel).

>>OUT NOW [Mouseover zeigt das andere Gesicht!]
Der aktuelle kawei.Krimi
»Die schönsten Liebeslieder von Slipknot«

von Karl Weidinger,
320 Seiten, Parallelroman [2x 160 Seiten], Hardcover mit Schmuckfarbe, gebunden, ANDROKLES Verlag, ISBN: 978-3-9502264-0-9

1 Buch mit 2 Covers & Eingängen,
die unsere Parallelwelten symbolisieren:

DAYVISION & MAUSKLICK: NIGHTVISION



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