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BEST OF UNVERÖFFENTLICHT:

 

Über Ottis Schlachthof und den Salzburger Stier

Ottfried - ohne G: Ein Porträt über Ottfried Fischer,
in dem Ausdrücke wie »schwergewichtig« und »Bulle von Tölz« nicht vorkommen.

 

Ottfried Fischer erblickte am 7. November 1953 in Ornatsöd das Licht der Welt im tiefsten Bayrischen Wald – sofern das nicht ein Widerspruch ist – als ältester Sohn und somit vorprogrammierter Erbe des abgelegenen Einödhofs. Bayrischer geht's nicht – glaubt man. Aber stimmt nicht ganz. Sein Vater war nämlich ein Zua'groaster: Ein nach Niederbayern gezogener Westfale, der eine bayrische Bäuerin ehelichte. »Diese Gegensätze erzeugten die Reibung, die man braucht«, sagt Ottfried Fischer heute dazu. Als halbpreussischer Spross fühlte er sich fremd in einer Heimat, von der man weiss, dass die Anrede »Preuß« als Schimpfwort Verwendung findet. In der Schule war er der einzige Anhänger von Borussia-Dortmund. Fanschal – als Beweis – hat er keinen mit, sagt er in der ihm eigenen, unüblichen hektischen Geschwindigkeit. »Ausserdem ist das schon gar nicht mehr wahr, weil das schon so lange her ist und sich mittlerweile etwas verändert hat.« Deswegen wappnet er sich lieber mit seiner typischen Mund-Art, die entfernt den bayrischen Dialekt mitschwingen lässt. Weil er nämlich in der Fremde (im Gegensatz zur TV-Serie) Hochdeutsch redet, auch wenn's keiner merkt. Ottfried wuchs ohne Fernsehen auf, dafür aber mit viel Literatur und einem belesenen Vater. Von ihm erbte er die Besessenheit, die für die Erreichung seiner Ziele notwendig ist: »Bayern sind da etwas legerer, denen ist schnell mal was wurscht.«

Vom Tipp zum Typ: Ottfried maturierte und inskribierte Jus. In seinen Worten heisst das: »Noch mei'm Abitur hab' i mit Jura ong'fongan.« Er suchte das Weite und fand die Nähe zum Kabarett. Den Hof musste der Bruder übernehmen, der sich so nebenbei dem Herstellen von Zäunen und Einfriedungen widmete. 1977 brach Ottfried das Studium der Rechte ab, weil er wusste, dass er berühmt werden wollte. »So wie der Hildebrandt«, tönt es ganz sachlich aus dem dunklen Sakko, weil er nicht immer- aber immer öfter auf den mittlerweile salonfähig gewordenen Trachtenjanker verzichtet. Seit dieser Zeit trägt die kabarettistische Arbeit reife Früchte und er kann von der eingefahrenen Heiterkeitsernte hauptberuflich leben. Mit der Truppe »Machtschattengewächs« brachte im eigens dafür gegründeten Münchner Hinterhoftheater drei Programme zur Äufführung, nachdem er 1981 einen gewissen Jockel Tschiersch kennengelernt hatte. Zwischen 1982 und 1987 entstanden »Mattscheibchenweise kommerzwärts«, »Mit Gewalt komisch« und »Störfall«. Das Duo heimste 1985 den »Salzburger Stier« und 1986 den Deutschen Kleinkunstpreis ein.
Über die blauweisse Grenze und den sprichwörtlichen Weisswurst-Äquator hinaus bekannt wurde Fischer 1987 durch die Chuzpe eines Telefonats. Als »Ministerpräsident Franz Josef Strauß« lud er das österreichische Staatsoberhaupt Kurt Waldheim am 5. Juli 1987 zum Oktoberfest nach München und zu einer gemeinsamen Kutschenfahrt ein. Der ruchlose Spass – im Auftrag einer Zeitgeistpostille – wurde ruchbar. Immerhin war in Österreich »Verhöhnung des Staatsoberhauptes« ein strafbarer Tatbestand. Der Franz Josef soll sich darüber zerkugelt, der Kurt die »Methoden kriminellen Kabaretts« beklagt haben.
So gesehen ist Ottfried Fischer ein Wiederholungstäter, als er bei einer wohltätigen Zirkusgala den deutsche Bundespräsidenten Roman Herzog als »Zirkusdirektor von ganz Deutschland« ansprach.
Ohne darauffolgendes Weissbier- und -wurstverbot ist Ottfried Fischer mittlerweile derart etabliert, dass sich beinahe jeder von ihm auf die Schaufel nehmen lässt. Beim Obdachlosen-Benefiz der löblichen Austria 3 im Raimundtheater tauschte er mit First Lady Margot Löffler-Klestil Wangenküsse --auch wenn diese für den unbeteiligten Beobachter einen Hauch zu sehr angedeutet waren (5 cm).

Themenwechsel: Und worauf er wirklich stolz ist? Vielleicht, dass bei der Vornamensgebung zum Ottfried das obligatorische G gerade noch vermieden werden konnte... Nein, Anfang der 8oer Jahre begannen die Film- und Fernsehjahre. Der ehemalige Internats-Zögling gewann die Überzeugung, dass Geld verdienen durchaus nicht »unkeusch« sei. Er spielte in etlichen Filmen, ohne sie »auf Anspruch abzuklopfen«. Sein Debüt gab er in »Kolp«, danach kamen Verpflichtungen für den Bayerischen Rundfunk, weil er als kabarettistischer Geheimtipp gehandelt wurde: »Irgendwie und Sowieso« und »Zur Freiheit« von Franz Xaver Bogner, in dessen Kinofilm »Café Europa« er auch 1990 mitwirkte. In der Filmkomödie »Go, Trabi, Go« und in Michael Verhoevens »Das schreckliche Mädchen«, der eine Oscarnominierung als bester ausländischer Film erhielt, spielte er – wie immer – die tragikomische Rolle seines Lebens. Irgendwie war er auf einen Typ festgelegt, von dem jeder Zuschauer im Bekanntenkreis eine Handvoll aufzählen könnte. 1991 kam die erste Hauptrolle in Manfred Stelzers »Der Superstau«. Bühnen-Errfahrung sammelte er bei den Salzburger Festspielen. 1988 ergatterte er Engagements in Jürgen Flimms Inszenierung des Raimund-Klassikers »Der Bauer als Millionär« und 1989 am Münchner Volkstheater in Wolfi Bauers »Chance«.

Sein erstes Solo-Programm »Schwer ist leicht was« stellte Fischer 1989 im Hinterhoftheater vor. Und es wurde der große Durchbruch. Mehr als 15 Typen verkörperte der Kabarettist in seinen Rollen: Schicki-Mickis, Bio-Laden-Besitzer, Esoterik-Apostel und Rep-infizierte Millionäre wurden zum Opfer seiner Satire. Drei Jahre tingelte er damit durch die Lande. Das zweite enthusiastisch gefeierte Kabarettsolo »Was tun« hatte 1994 Premiere --in München, wo sonst? Damit tourt er noch immer durch deutsche und österreichische Städte.
Aber erst die Rolle des Kommissars Benno Berghammer in einer Coproduktion von ORF und SAT1 verhalf ihm zu einer flächendeckenden, beinahe hundertprozentigen Popularität, obwohl die Serie nicht vor der zielgruppenaffinen Einstellung wegen angeblicher Überalterung der Sehergemeinde gefeit war. Seit 1995 hat Ottfried Fischer eine eigene, ganz auf ihn zugeschnittene Talkshow namens »Ottis Schlachthof« freitags auf BRIII.

»Was tun« – leicht gesagt, schwer getan: Ottfried Fischer, der belletristische Schreiberling (»Der deutsche Bauer«, 1988, vergriffen) und autodidaktische Schauspieler kokettiert gerne mit dem Gegensatzpaar schwer und leicht. Das erleichtert die Assoziation zum unbayrischen Allerweltsnamen Fischer. Im aktuellen Programm hat er als zwischen Schein und Sein oszillierender Edel-Stadtstreicher den »goldenen Schluck« überlebt. Er gibt sich als »Kompromiss-Autist« im Wartezimmer seines Pyschotherapeuten ein Stelldichein und rutscht ungeduldig und beunruhigt auf den Stühlen der Selbsterkenntnis hin und her – bis zum Gehtnichtmehr. Auf Erlösung wartend oder nach Erkenntnis heischend, wobei die Grenze zur Selbstpersilflage nicht klar erkennbar ist. Die große Sehnsucht wird herauf beschworen: »im Fass der Veränderung der erste Tropfen zu sein oder dieses als letzter Tropfen zum Überlaufen zu bringen.«
Er witzelt dahin und spielt sich selber (weg): »Warten auf Godot auf seine Weise, also bitte mit Bonmot« (reimt sich so fein, freut er sich), und er wirkt ehrlich dabei. Warten zwischen Hoffen und Bangen – für ihn ist das Warten die Hölle. Man merkt die rastlose Unruhe des ungemütlichen Schnellsprechers. Die Angst vorm Warten wird zur Angst vor dem, worauf man wartet. In der Zwischenzeit vertreibt er sich die Zeit mit selbst+ironischen Betrachtungen über die Anpassungs-Rentabilität eines menschlichen Werdegangs und über Eitelk-/Gemeinh-/Dummheiten von Film-, Funk- & Fernsehleuten sowie von Politikern und deren Wählern. Die speziell bayrische Art der Proskynese, die auf dem Bauch liegende Ehrenbezeugung gegenüber der CSU, jener Partei der »christlich-sozialen Untertanen«, steht im Mittelpunkt des Spotts. Man wundert sich während des Vortrags, ob das Vorurteil »des gemütlichen Dicken« auch nur irgendwie Ottfried Fischers Wirken überdauern kann. Im aktuellen Programm ironisiert er sein Thema mit dem doppelbödigen Satz: »So gross die Scheisse auch ist, die du machst – wichtig ist die Haltung dabei.«

Die beeindruckende Kunstfigur, die in jeder der kaum zu unterscheidenden Rollen irgendwie immer Ottfried Fischer bleibt, führt dies auf den Bayern-Bonus zurück. Lauter lautere Vorreiter waren – nomen es omen – Gerhard Polt oder Gustl Bayrhammer. Den Peter Steiner aus dem Theaterstadl klammert er ausdrücklich aus: »der schadet eher«. Trotz der vehementen Kritik an den herrschenden Zuständen vermittelt Fischer höchstderoselbst das immerfreundliche Bild eines offenen weissblauen Himmels. Seit dem »Bayer auf Rügen« gehört er zu den von der Fernsehindustrie geschaffenen Sympathieträgern, dessentwegen sich sogar durchschnittliche Serienkonsumenten ins Kabarett wagen. Eigentlich der Idealfall im Widerspruch der alten resignativen Kritik, wonach Kabarettist und Publikum immer nur im eigenen Saft schmoren würden. Trotz der harschen Kritik am Amigo-Sumpf und den Auswüchsen des »christlich sozialen Untertanentums« verkörpert er eine imageträchtige Ikone des dennoch liebenswerten »patria bavariae«. Frei nach dem Motto: So schlecht kann's Bayernland nicht sein, solange es noch solche aufrechte Bürger gibt.


Ottfried Fischer ist ein Hundling, ein sympathischer Schlaumeier, der seine Meriten einbringt und einigermassen geniesst – auch wenn er schon mal die Oktoberfest-Wies'n mit geschwollener Schulter verlässt, weil ihm gar so viel darauf geklopft wurde. Kein Wunder, so einen Ottfried will jeder gern als Kumpel haben. Auch im Raimundtheater wich Minister Bartenstein nicht von Ottfrieds grüner Seite. Abgesehen von seiner imposanten Körpergrösse steht er weder über dem Publikum noch über den Dingen, versichert er glaubhaft. Vielmehr sei er immer schon – seit Kindheit und Schulzeit – ein Gerechtigkeitsfanatiker gewesen, der nie davor zurückscheute, sich gegen Unrecht aufzulehnen. Nicht nur für eigene Anliegen, sondern auch für andere. Dabei war ihm sein phänotypisch wuchtiges Erscheinungsbild immer schon ein optimaler Verbündeter gewesen.
Deswegen sei er auch »Onhänga der Sechzga« – dem Gegenverein zu den Kickerstars von München, die gleich ganz Bayern im Vereinsnamen vereinnahmen --als gäbe es mehrere München in Bayern? Fischer sieht sich als Anwalt der Schwächeren und diese wären eher bei den Löwen von 1860 zu finden als beim FC Hollywood namens Bayern München.
Ottfried Fischer gibt sich als Kabarettist, obwohl er ein talentierter Selfmademan ist, der seinen Namen inzwischen einer Familie (1 Ehefrau, 2 Kinder) und einer Talkshow (»Ottis Schlachthof«, BR III) gegeben hat. Mittlerweile wurde der Sympathieträger sogar schon für die Werbung entdeckt. Um kolportierte 2,8 Millionen Schillling liess er sich für eine Kreditkartenfirma in einen Jogginganzug einnähen und bringt für eine österreichische Agentur den Fitnesswahn (»ich will so schlank werden wie Joschka Fischer«) auf seine Art und Weise auf den Punkt.
Punkt.

Ottfried Fischer im O-Ton

Zuerst darf ich Ihnen dieses Buch überreichen, das heute zur selben Zeit im Literaturhaus präsentiert worden ist – eine Anthologie obdachloser Autoren.

Ottfried Fischer: Ja danke, sowas is immer okay.

Ihre Affinität zum Problem der Obdachlosigkeit?

Ich persönlich habe die Obdachlosigkeit so no net verspürt, ausser wenn ich 80 mal den Hotelschlüssel verloren hab' und ausgesperrt gewesen bin, wenn ich wo aus einer Kneipe raus geflogen bin. Aber das war ja nur temporäre Obdachlosigkeit, die ja so nicht weiter schlimm war. Aber, ich erinnere mich, als junger aufstrebender Mensch – der noch nicht wusste, was er werden will – hatte ich eine sehr günstige Wohnung in München. Da habe ich mir doch sehr brennende Gedanken gemacht, was denn passieren würde, wenn man mir diese Wohnung kündigen würde. Weil eben eine grosse Wohnungsnot war und es keine günstigen Wohnungen gegeben hat. Da hab' ich mir gedacht, dass ich schon sehr nah an der Obdachlosigkeit sei und so hab ich das gekannt --aber momentan ist es für mich nicht so sehr ein grosses Problem, glaube ich. Aber ich kenne auch sehr viele Obdachlose, die die Zeitungen verkaufen. Mit denen rede ich manchmal.

Sie hätten ja noch zurückgehen können zu ihrem Einödhof in Ornatsöd im Bayrischen Wald, wo sie geboren sind...

Das wäre das Letzte gewesen, was ich getan hätte. Und das ist – glaube ich – der Grund warum viele Leute obdachlos sind. Weil sie diesen Stolz haben und keinem auf die Pelle rücken wollen. Die hätten vielleicht auch Leute, die ihnen helfen wollen würden, aber es gibt einen gewissen Stolz. Ich bin auch von zu Hause weggegangen, weil ich was erreichen wollte. Das hätte auch schiefgehen können! Und dann wäre vielleicht das Endziel die Obdachlosigkeit gewesen --und ich wäre nicht zu meinem Bruder oder zu meiner Mutter gegangen und hätte gesagt: Nehmt mich auf!

Soll man sich ihre Mutter jetzt so vorstellen wie die Ruth Drexel im Fernsehen?

Meine Mutter muss man sich ganz anders vorstellen als die Ruth Drexel im Film, aber trotzdem wäre ich dorthin nie zurückgegangen, weil ich dann ein Versager gewesen wäre. Und das hätte ich nie sein wollen.

Gibt es für Sie ein Lebensbewältigungs- oder ein Problemlösungsmodell für Obdachlosigkeit?

Ich finde, dass trotzdem jeder Obdachlose selber angehalten ist, selber da wieder raus zu kommen. Es gibt da einige Fälle, wo du sagst: Wie willst du dem noch helfen? Der will ja gar nicht! Oder er ist vielleicht zu sehr ergeben in seinem Schicksal. Also, die müssen selber auch schon mal was machen. Wenn einer nicht will, kriegst du ihn da nicht raus. Und wie man noch mehr machen könnte, das kann ich jetzt nicht sagen, wahrscheinlich müsste sich die ganze Situation ändern. Auch auf dem Arbeitsmarkt. Es müsste sich die ganze gesellschaftliche Situation ändern --das wäre natürlich auch ein wunderbarer Wunsch fürs nächste Jahrtausend.

Provokant formuliert, würden Sie mit ihrem Spitzensteuersatz die Hälfte ihres Geld lieber spenden, als es dem Staat zu geben, der sich stattdessen damit Panzer oder Abfangjäger anschafft?

Das mag schon sein. Wobei die Frage ist --ich bin jetzt auch dafür, keine Panzer und Abfangjäger und Raketen zu haben! Wobei natürlich die Frage ist, ob wohltätige Einrichtungen so viele Arbeitsplätze bringen wie Panzer und Raketen? Derzeit muss man sagen: Das Geld ist ja anscheinend da. Also könnte man es genau so gut für wohltätige Einrichtungen ausgeben. Aber man müsste das mal durchdiskutieren....

Hmmh? Themenwechsel: In diesen meisterhaften Wörthersee-Filmen spielen sie nie den jugendlichen Liebhaber, warum eigentlich?

Tja, weil ich immer gegen den Typ besetzt werde.

Letzte Frage: Der Unterschied zwischen Wien/Österreich und München/Bayern?

Der Dialekt ist unterschiedlich, aber net unverwandt. Wien ist ein grösserer Schmelztiegel als München. Wien ist mehr wie Berlin. Und München ist mehr wie Sankt Pölten.

Danke fürs Gespräch.


Was kaum jemand weiss: Ottfried Fischer ist auch ein belletristischer Schreiberling, der Literatur gemacht und ein Buch veröffentlicht hat: »Der deutsche Bauer« erschien 1988 und ist vergriffen! Der als gemütlich schubladisierte Schnellsprecher – der bei uns zwar immer hochdeutsch redet, was trotzdem bayrisch klingt – ist ein blitzgescheiter Überreisser und manischer Vielleser. Deswegen bekommt er als einer der ersten das druckfrische Augustin-Buch »Hier fehlt noch der Titel« zwischen die Finger. Und es gefällt ihm: »Sowas ist schwer okay«, sagt er spontan.

 

 


Für seine Kabarettprogramme lädt »Ottfried ohne G« sich mit angelesenem Wissen auf, das sich dann in den zündenden Pointen seiner bissigen Satire entlädt. Er hat viel zu sagen: Im Zuge des Spekulantentums in München verlor er beinahe seine bilige KleinstWohnung und stand fast auf der Straße. »Zurück zum elterlichen Bauernhof, den mein Bruder führt, wäre ich unter Garantie nicht gegangen, dazu war ich zu stolz!«, sagt er und passt höllisch auf, dass »sein« Buch nach dem Foto auch wieder in seiner Sakkotasche verstaut wird. Man merkt, wie er es sich sogleich zu Gemüte führen will und sich schon auf die Lektüre freut. Aber vielleicht will er auch nur First Lady Margotl und dem Marathonminister Bartl oder so entkommen...?

 

Letzte Frage aller Fragen;
Wem gehört das 3. Bier? Feierabend mit Interview.
»I bin bei a Sekte, wo i nie weniger als a Krügel trinken darf«, sagt kawei. Darauf Otti: »Do geh i a glei dazua!«
Echt nett. Wollte nicht mehr zurück zu Bartenstein/Stöckl/FirstMargot und redete den Interviewer mit »mei Freind« an. Danach rückte er sogar die Privatnummer unverlangt raus – na sowas, und alles nur unter bierigen Sektenbrüdern – wird wohl nicht nur das Bert-Brechtige Äussere gewesen sein, oder!

 

 

[Fotos Alex Pfeifer © Wirtschaftsblatt]
Ausgerechnet Pfeifer, wie die Knallcharge in der TV-Serie! Nach der Benefiz-Veranstaltung zugunsten eines Obdachlosen-Seniorenheims, das von den »Austria 3« initiiert wurde, schmökert Ottfried Fischer als einer der ersten im neuen AUGUSTIN-Buch, stärkt sich mit zwei Bieren und gibt so nebenbei ein Interview.



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