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BEST OF UNVERÖFFENTLICHT:


Helge Schneider


Warum konntet ihr mich nicht für meinen Jazz lieben?


Normalerweise gibt der Ausnahme-Künstler keine Interviews, wird er doch immer nur über
Kiffen & Katzenklos befragt – doch für den AUGUSTIN macht er eine Ausnahme.

 

Gute Zeiten. Schlechte Zeiten: Boulevard ist ein hartes Brot. Da holt man sich blutige Knie, andermal schürft man zu tief. Manchmal will man Konzert-Karten und die Rock-PRler sagen, dass sie nicht an Bericht-Erstattung interessiert sind –: »noch dazu in einer Sandler-Zeitung«. (So geschehen bei Nick Cave nach Blixa Bargeld-Interview). Eine mutige Ansage für eine Firma, die so.ooo.ooo,- in der Kreide ist! – Dächte man das zu Ende, wäre die Kr*** eine Kameltreiber-Zeitung! Egal. Doch es gibt auch Interviews, die für andere Zeitungen NIE geschehen würden.

Helge Schneiders An- oder Aufzug ist wieder auf dem besten Weg, modern zu werden. Seine Plateau-Schuhe sind es längst. Seit dem Hit und Kasse'schlager (das N wurde vergessen) ›Katze'klo‹ hat er eine erlauchte Klientel, die zu seinen Konzerten pilgert. Sein Manager mit dem beinahe als Inszenierung anmutenden Namen Till Öllerking meint zwar, dass Helge schon seit mehr als zwei Jahren keine Interviews mehr gibt. Aber der Manager mit dem Vornamen von Eulenspiegel sagt: »Okeeh, Obdachlosen-Mag is wat andres. Vielleich, wenn Helge guter Dinge is, lätt sich interviewmässig wat machen.« Und Helge war guter Dinge.

Der Helge im Garten hat nur äusserlich Ähnlichkeit mit dem, den er auf der Bühne verkörpert. Der skurrile Entertainer ist ein jazzverliebter Denker mit Tiefgang. Schon vorher auf der ›Viennale‹ gab er sich unauffällig leise, in sich gekehrt. Weilte damals zufällig in Wien und blieb während der Gala unerkannt und unangesprochen als scharfer Beobachter mir Bier in der Hand. Der entscheidende Unterschied zwischen Bühnen-Helge und Real-Schneider sind die Haare. Besitzer von Augen können es wahrnehmen: jenes klebrige, wie eine Haar gewordene Metapher, übers Haupt gestülpte Katzenklo, das zu seinem Markenzeichen geworden ist. Die rote Zauselmähne, die ihm keine andere Wahl liess als Komiker zu werden, ist aufgesetzt. Darunterliegendes Echthaar ist dunkelblond und strähnig. Der Gesichtsausdruck zögerlich abwartend, konträr zur übersteigerten Bühnenmimik. In allem steckt möglicherweise ein leiser Vorwurf an die Fans: Warum konntet ihr mich nicht für meine Jazzmusik lieben?

In der Autobiografie outet er sich als Kiffer. Das ersparte ihm dereinst die Bundeswehr. Mittlerweile ist er geläutert und verweigert rauchenden Fans sogar Autogramme. Und als sein tastendes Augenpaar den Tisch absucht, beginnt er mit einer als Frage getarnten Bitte: »Könntest Du 's Rauchen bleiben lassen, wäre ganz nett!«

Es ist seine Zeit, und es ist ihm ernst. Dafür fängt er unverzüglich nach dem Tschickausdämpfen zu erzählen an: »Ich seh mich überhaupt nicht als Vorreiter. Bin einer, der die Leute gerne zum Lachen bringt. Aber das hat nichts mit der Spassgesellschaft zu tun. Ist ein negativer Begriff – Egoismus pur! Hab' ich ja damit nicht viel am Hut. Schlimm, wenn sich jemand nur einen schönen Abend machen, sich besaufen und unbedingt lachen will«, sagt er als Reflexion auf die eben abgelieferte erste Hälfte seiner Show. Gäbe auch Leute, die im Konzert einfach nur stören, wenn man was Sensibles macht. »Die sind dann so bollerig, führen sich auf wie beim Karneval. Das hat für mich etwas Typisches an sich: Stören, Fordern, Masse haben wollen, unflexibel, ungerecht, nicht nachdenken, besoffen!« Die Katze ist aus dem Sack, das Gespräch hat begonnen. Rauchen ist auch im Freien schädlich.

»Komme rein und rieche gleich, von da oder da weht der Wind. Muss immer meine Antennen aufgerichtet haben. Jeder schlechte Zwischenruf wird für mich zu einer Marter, törnt mich ab. Und ich muss dann auch noch darauf eingehen. Ich sag' 10x: Soll aufhören zu rauchen. Und nach dem Konzert kommt er dann zu mir und sagt: Er dachte, ich hätte nur Spass gemacht.«

Wau, eine Steigerung kommt hinzu: Er muss diesen Leuten Rede und Antwort stehen! Wie kam es überhaupt dazu? »S ganze Geld mit Quatsch gemacht!« Quatsch bedeutet für ihn Humor. Dieses Zitat ist aus dem Zusammenhang gerissen – wie ein Musiksolo von ihm. Gibt sogar schon eine Dissertation über ›sozialkritische Elemente in Helge Schneiders Werken‹. ›Katze'klo‹ (das N hat er vergessen!) ist sein bekanntestes Werk. Bekommt eine sozialkritische Fortsetzung. ›Spiel nicht mit den Schmuddelkindern‹ wird auch parodiert. So wie Marius Müller Westernhagen und Pater Maffay. Obwohl Schneiders Begleitband an die mitteleuropäische Variante des ›Buena Vista Social Clubs‹ erinnert und ebenfalls Anlass dazu bieten würde. Alt aber gut, mit mehr Attitüde als Rhythmus.

»1955 geboren in Mülheim an der Ruhr« steht im Erstlingswerk ›Guten Tach. Auf Wiedersehn. Autobiographie Teil 1‹ (erschienen 1992, bis heute in 18 Auflagen). Helge beginnt mit 6 Jahren am Klavier. Als zweites Instrument will er Kontrabass lernen. Weil zu klein, muss er mit Cello vorlieb nehmen. Er trennt sich 1971 in gegenseitigem Einvernehmen und ohne Abschluss vom Gymnasium. »Natürlich will ich in die Hitparade, damit wenigstens ein gutes Lied darin ist. Und Katze'klo ist kein schlechtes Lied und auch musikalisch nicht ganz einfach. Hat einen Fünfvierteltakt und dann einen Siebenachteltakt.« Bei seinem grössten Erfolg wäre alles parallel gegangen, sagt er: »Da sass ich an der Orgel und beides ist gleichzeitig aus der Improvisation passiert, Musik und Text. Aber«, schränkt er ein, »es hätte auch was ganz anderes sein können!« – Na was denn, Wasserfloh? – »Ja. Nein. Auch! Aber wär nicht so lustig geworden, einigermassen langweilig und nicht so gut. Aber das weiss man ja nie!«, ist die klassische Helge-Schneider-Antwort.

1974 beginnt er zu tingeln. Auf Hochzeiten verschreckt er mit schrägen Auftritten und lässt Teile des Buffets mitgehen. Der Monatsverdienst seiner ›Muttertag Five‹ oder ›Opas of Paradise‹ liegt bei 100 DM. Schneider entwickelt sich, spielt Saxophon Orgel Schlagzeug. Begleitet Stummfilme am Klavier, komponiert Filmmusiken, macht Hörspiele und Soundtracks zu Avantgarde-Filmen von Wolfgang Nekes oder Christoph Schlingensief und reift zum Schauspieler. Geld bringt das alles nicht. Von Ruhm ganz zu schweigen.

Quatsch statt Jazz: Das ändert sich 1984. Der Alleinunterhalter mutiert durch seine brachiale Mischung aus Musik und Klamauk vom Mülheimer Lokalmatador zu Deutschlands Gaga-Champion. Heute füllt er problemlos Hallen und keiner weiss warum. Fans werden vom Johlzwang ergriffen, wenn der verhärmt dreinblickende 1,60-Kobold im 70er-Outfit die Bühne entert. Und sie überschlagen sich, wenn er Trivialschnulzen parodistisch entlarvt. Dazwischen versucht er verzweifelt, naive Geschichten trotz abstruser Versprecher und hanebüchener Stilblüten zur Strecke, zur Pointe, zu bringen.

»Ich bin das Abbild einer verkommenen Gesellschaft, wo Opas anfangen, in Cowboystiefeln rum zu rennen.« Damit hat er viel am Cowboyhut. Durch Altenbeobachtung hat er sich inspiriert. Früher, als er noch öfter arbeitslos war, hat er sich gerne in der Alt(en)stadt aufgehalten, um bei Tchibo/Eduscho billigen Kaffee trinkend zu beobachten. Wie viele Instrumente er beherrscht, will er nicht wissen. Seine Biographie nennt die Zahl 28. Er zählt sowas nicht, weil ihn das nicht interessiert. Und was ist 1 Instrument: Klavier Harmonium Melodica Flügel Orgel? Zwischentexte phantasiert er sich spontan zusammen: »Waren eigentlich Geschichten frei ausm Kopf. Hab' dabei keinen roten Faden, komme beim Erzählen vom Hölzchen aufs Stöxchen.«

Möglich, dass ihn die Routine des harten Probenalltags nicht zum Vollblutjazzer werden liess. »Muss nich' noch ein Buch, Lied oder Film machen. Könnte auch mal als Pianist auf Tour gehen.« Könnte er wirklich! Bis dato spielt er nur zu Hause. Für Freundin Andrea und Töchterleins Finchen (23 und Hanne (24). Aber was würden die Fans sagen? Er sagt, er sei »Ausprobier-Blödellant«. Helge nimmt man seine 48 Jahre zwar nicht ab, aber dafür fast alles andere. Besonders wenn er sich hochkonzentriert, spontan der Forderung des Augenblicks gehorchend, zwischen Vibra- und Saxofon, zwischen Schiffer- und E-Klavier entscheiden muss.

Seit 1984 absolviert er abendfüllende Shows als Musikclown. Um von Zeitungsmenschen, denen er sich verweigert, nicht als Kabarettist etikettiert zu werden, bezeichnet er sich als »die singende Herrentorte«. Die erste Platte erscheint 1989. Fünf Jahre später erobert ›Katze'klo‹ die Charts. Schneider zieht sich unmittelbar nach der Tour zurück, um vom Erfolg beflügelt die Krimiparodie ›Zieh dich aus, du alte Hippe‹ in seine betagte Schreibmaschine zu hämmern. Danach dreht er im heimatlichen Mülheim ›00Schneider – Jagd auf Nihil Baxter‹.

Method Acting? Es gäbe im Gegensatz »zum Freund aus früheren Tagen« Christoph Schlingensief keine politischen Äusserungen: »Will ja kein Politiker werden. Meine Ideologie ist ausschliesslich privat und hat mit meinem Leben zu tun. Auf der Bühne mache ich ›Politik der Freiheit‹. Man kann nicht so tun als ob! Mann muss einfach so sein, nur dann besitzt man Überzeugungskraft. Ich verschreibe mich nie irgendeiner Sache, ich bin die Sache selbst. Mir geht es um Unverwechselbarkeit. Könnte nie Angehöriger einer Sekte sein, ich kann immer nur ich selbst sein. Man muss Rückgrat haben, um seine Unberechenbarkeit beizubehalten.« Da ist schon Schlingensief zum Greifen. »Wir haben uns kennen gelernt bei meinem ersten Film, da hat er Kameraassistenz gemacht, da war er 17 und – war damals so eine Art Kinderarbeit, aber der hat ja da auch kein Geld gekriegt, also war's keine Kinderarbeit«, fällt ihm zu seinem früheren Weggefährten aus dem selben Ort ein, der dann später Österreich durch seine umstrittene Container-Aktion durcheinander wirbeln soll. Schneiders Filme haben keine Ähnlichkeit mit den Büchern, in denen er das Krimigenre durch einen dünnen, leicht trinkbaren Kakao zieht.

Schneiders Film ›Texas‹ verschlingt 3 Millionen DM Produktionskosten. Über 1 Millionen Fans machen diesen zum erfolgreichen deutschen Film seiner Zeit. Die Autobiographie, Teil 1, geht 50.000 Mal über den Ladentisch. ›Katze'klo‹ wird ausgezeichnet mit Platin. Seine Sprechtechnik ist begehrt. Im Zeichentrickfilm ›Felidae‹ leiht er Kater Jessaja die Stimme. Bücher von ihm – 7 auf 1 Streich – tragen Titel wie ›Das scharlachrote Kampfhuhn‹ oder ›Der Mörder mit der Strumpfhose‹ und erfreuen sich regen Zuspruchs. 1997 kommt ›Praxis Dr. Hasenbein‹ ins Kino, bei dem er erstmals selber Regie führte. Ausserdem synchronisiert er den »alten Sack« in Walter Moers Zeichentrickfilm ›Kleines Arschloch‹ auf Platz 1 der Kino-Charts. Danach veröffentlicht er ›Da Humm‹. Die dadaistisch angehauchten Zeitgeist-Miniaturen werden Hymnen für die Spass-Fraktion.

»Der ganze Abend ist eigentlich Zeitschinden, deswegen trinke ich so oft Tee, da vergehen dann wieder Minuten«, sagt er im Garten des Wiener Orpheum, als wäre es ihm ernst. Vielleicht sind eher Probleme mit der stickigen Saalluft und den angestrengten Stimmbändern dahinter zu vermuten? Egal! – Die naheliegende Vermutung, dass zuerst immer Musik da wäre und Text nur noch mit assoziativen Lyrikfragmenten aufgefüllt werde, verneint er vehement, um im nächsten Augenblick zu relativieren: »Ne, doch... mal so, mal so!« Und wie schreibt er, technisch gesehen: Mit Diktaphon? – »Diktieren, ne! Hab' so'ne alte Schreibmaschine und fange an zu tippen. Jeden Tag nur 1 Seite. Für meinen nächsten Krimi habe ich schon ein paar Seiten. Ich habe Computer mitgebracht, mit so einem Bildschirm zum Aufklappen. Aber ich glaube, da hab' ich keinen grossen Erfolg mit. Und das is scheisse, weil is zu kompliziert. Meine alte Schreibmaschine is besser. – Aber ich kann nicht diktieren! Noch besser is nur schreiben und gar nich sprechen dabei«, sagt der mehrfache Leser der ›Löwin Elsa‹, die er sich zuletzt vor ungefähr 10 Jahren reinzogen hat. Auch die ›Memoiren eines Clowns‹ von Grock (Charles Adrien Wettach) bewegen ihn sehr. Er blickt auf die Uhr. »Ja, die Vögel zwitschern!« Das Gesprächsende dämmert.

Ein privates Fernsehteam naht mit der Kamera im Anschlag und fragt nach Elitärkultur. Schneider zieht die Bühnenpose über, die Perücke ist nicht greifbar: »Ich glaube nicht, dass es in Wien Elitärkultur gibt (zynisch), der Prater ist schon Elitärkultur! Obwohl in Düsseldorf gibt es ein grösseres Riesenrad (kichert). Elitärkultur ist aus dem Lateinischen. Latein gehabt? Ich bin ja Schulabbrecher, nein Blödsinn: Ich bin von der Schule abgegangen, weil ich einen Auftrag hatte: Nämlich Quatsch zu machen!«

Apropos Quatsch: Angebote auf dem wuchernden Markt der TV-Unterhaltung? »Jede Menge! Alles abgelehnt! Zuwenig Geld!«, sagt er und meint ein Zuviel an Mitsprache. »Stefan Raab ist ein intelligenter Bursche, der im Fernsehen seine Nische gefunden hat. Sein Beruf ist Fernsehen. So wie früher Kulenkampff. Ich bin auf der Bühne zuhause. Fernsehen ist nicht Bühne. Live ist mein Ding. Was ich mit Grock dem Clown gemeinsam habe, ist auftreten, lustig sein, mein Publikum ernst nehmen und auch die Sache, die man macht, immer weiter voran zu treiben, nicht stillzustehen, sich selber nicht zu langweilen. Aber ich mache keinen nach! Ich interpretiere irgend jemanden zufälligerweise, manchmal.«

Im Grunde seines Herzens ist er Klavierspieler geblieben. »Jazz nich mehr, ach ne, Jazz! Zuhause spiel ich Jazz. Ist langweilig. Gibt keine Clubs mehr, hat keinen Sinn, 4 Stunden lang Jazz spielen«, sagt er, und es schüttelt ihn beim blossen Gedanken daran. »Das war damals anders! Da hat man noch Leute erreicht, aber heute? Jazz gehört nicht in ein Konzert. Bei so einem Konzert wie heute will ich den Leuten irgendwas sagen. Jazz ist nicht mehr etwas, das den Thrill ergibt auf einer Konzertbühne. Das muss schon ein Club mit 100 Leuten sein. Da muss geraucht werden, da entstehen dann spontan Geschichten auf der Bühne. Die Leute erzählen Geschichten mit ihren Hörnern, Instrumenten seit 30 Jahren. Ist im Konzert schwierig, diese Intimität zu erzeugen, die der Jazz braucht. Das darf man nicht über Anlage hören. Da muss man dabei sein, daneben sitzen beim Klavierspieler, richtig dabei sein. Dann ist die Atmosphäre ganz anders.« Und wird nun erstmals seltsam euphorisch dabei...

Zu seinen Idolen zählen Thelenius Monk und Sonny Rollins: »Aber die haben alle Zugeständnisse gemacht«, sagt er beinahe entschuldigend und ein Licht geht in seinem Inneren an, »um sich über Wasser zu halten«, als würde er über sich selbst reden. Da drängt sich die nächste Frage auf. »Leben kann ich von dem, was ich mache, seit ich mit 29 den Führerschein gemacht hab' – so aber jetzt muss ich wieder«, sagt er und wird wenig später folgenden Schwank erzählen: »›Im Jahr 2000 wird nicht mehr geküsst‹ war mal so ein Schlager in den 70ern. Dann gibt es keine Autos mehr, sondern Pappstücke, die die Leute hinter sich herziehen. Gibt Androiden, die genau so aussehen wie ich, einen lustigen Abend machen und auf Welttournee gehen. Ich wohne bald in einer Tonne mit Löchern drin. Aus dem Himmel fallen dicke Schaumgummiflocken, aber mit Asbest. Damit die Leute nicht so lange leben! Es wird nächstes Jahr eine Sintflut geben, mir wird aber nichts passieren, weil meine Uhr bis 200 Meter wasserdicht ist.«

Alles schaut aus wie Dilettantismus. Dada-Gaga in Reinkultur. Die Zuschauer lieben ihn dafür. Für die gerülpste Begrüssung »Hoppla, ein Bäuerchen« oder das ehrliche »Hab' keinen Bock mehr« am Konzertende erntet er Ovationen. Klar, das Publikum hat bezahlt! Will sich amüsieren. Um jeden Preis. Helge Schneider macht das, was jeder zu können glaubt. Und immer schwingt ein Halbton leiser Wehmut in seinem bekannten Blues mit: Warum, nur warum, konntet Ihr mich nicht für meinen Jazz lieben?

 

Das tapfere Schneiderlein
trifft auf ein tapferes Schreiberlein.

 
 

»speziell fürs Obdachlosen-Magazin,
aber nur, wenn Du dabei nicht rauchst«

Sieben auf einem Streich
– Fragen, wohlgemerkt, beantwortet Helge zwischen 2 Auftrittshälften im Orpheum-Garten. Noch ist er guter Dinge,

 
 

Er schaut sauer, fast schon wie Rudi Carell.
Und alles nur, weil er den Tschick in der Schreib-Pranke des Interviewers entdeckt. Eine bemerkenswerte Wandlung zum Spiessbüger, von einem der selber das Kiffen zugegeben hat. Ausserdem ists im Freien – später wird er einer Fanin das Autogramm verweigern, nur weil sie raucht... Interessante Haltung in Einklang mit dem transportierten Gedankengut?

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