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BEST OF VERÖFFENTLICHT: kaweis Werbegang:

»DIE VERHAFTUNG DER DUNKELHEIT WEGEN EINBRUCHS«

 

Das erste SPICE GIRL, das du kennen lernst,
wäre eher sowas wie
ein OLD SPICE GIRL

Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs: Die Fee aus dem Kaff mit Frisur wie eine KaffernBüffelin, trinkt gerne Kaffee tagsüber. Und nächstens steht sie auf richtige Männer! Richtig gut rasierte Ärsche, die neben den Öffnungen nach Old Spice duften. Als du vor ihrem Büro vorbei patrouillierst, denkst du an an Spazierer|Walkers Spruch der Monty Pythons »Dieser Vougel ist tout« und lässt dabei was Unüberlegtes fallen wie ein Zwitschikus:

»Tussis nervosa«, memorierst du am Gang vor dich dahin. Nur so! Wie du es immer tust, sobald dir was gefällt. Einprägend, weil du diesen Fachausdruck zuvor irgendwo gelesen hast. Nachdem du die folgenschwere Diagnose zum besseren Einverleib & Drinnenverbleib im KurzzeitGedächtnis laut_unbedacht vor dich hergesagt hast, beginnst du zu realisieren, dass das Konsequenzen heraufbeschwören würde. Wo? In einem unbekannten Land? Nein, nur im Revier des kreativen HorstMans. Vor gar nicht allzu langer Zeit – ein Bienchen sehr bekannt als emsige Kontakterin. Fräulein Bienchen fühlt sich betroffen. Hat zuvor einen Hustenreiz verspürt und ist diesem unmittelbar nachgegangen. Sie heisst so, wie sie aussieht. Und sie sieht beinahe so aus, wie sie genannt wird.

Beinahe! – Bei Nähe hat sie Fig_Statur des gepolsterten RAPID Tormanns M.Konsel beim StadthallenTurnier zum Jahreswechsel. Hat Fingernägel an die Enden ihrer oberen Extremitäten geschraubt, wie du sie bislang nur aus Pornos kanntest. Möglicher Weise, um besoffene Männer zu erlegen – doch so genau weisst dus nicht, bist ja nie besoffen in der Agentur. Sinnhaft, wie ein aufmontiertes Pickerl über alkoholfreies Bier an der Rückseite deines Automobils, um Bullen|Schantinger bei der Kamakura Heimfahrt von deiner Unbedarftheit bezüglich §99 zu überzeugen.

Wer da 1x mit den Augen hingekommen ist, kommt nicht mehr los davon – so magnetisch_fetisch dieser Anblick. Bienchen hat ein dunkles nummernloses Festzelt als Trikot um, worüber jemand den Inhalt einer Frühlingswiese gekübelt hat. Das sommerlich_luftig wallende GewandKonglomerat zu den unverzichtbaren Leggings entfacht deine Fantasie als Landmensch. Dabei ist dir, als würde bei jeder Bewegung eine Herde Schafe|Kälber unter ihrer Kleidung unschlüssig hin und her wogen. Nun, das ist leider ein bisschen bienchenfreundlich gedacht, dient nur dem besseren Verständnis des Sachverhaltes.

Bienchen muss sich unter jenem Teil der Agentur, den der HorstMan aus dem FitnessTussio akquiriert hat, fühlen wie ein Schnitzelesser unter Vegetariern. Oder wie deinesgleichen unter Antialkoholikern.

Dabei hat sie es so lieb gemeint: Bienchen hat AstronautenSchuhe aufgezogen. Wie erkaltetes Lava beschweren fest gewordene Gesteinsbrocken ihre unteren Extremitäten. Lassen dich an die Version glauben, dass sie aufm Weg zur Arbeit von einem VulkanAusbruch überrascht wurde. Und ohne das Laufwerk wechseln zu können, rettete sie sich in die Produktionsstätte, alles nur 1 PrioritätenFrage. Nun gleicht ihr Temperament der Sensibilität eines Elefanten im PorzellanLadens – oder etwa deins?

Die Stimmung in ihr hat die Temperatur eines Hochofens erreicht. Die Aussenhaut ihrer Epidermis changiert augenblicklich von apricot auf hochrot und passt nun farblich bestens zu den Kunstkrallen. Unter dem Druck des gedankenlos Hergesagtem atmet sie schwer betroffen. Verlagert ihre Lufttechnik nun in unüberhörbar_cholerisches Schnauben. Die Gesichtshülle besteht auf die dazugehörige Temperatur, die sich am treflichsten mit Weissglut beschreiben lässt. Nun ists zu spät – musst die Flucht antreten. Nach vorn!

»Tussis nervosa«, diagnostizierst du messerscharf nach dem Eintreten. Ohne auf den ersten Horcher zu wissen, wer wirklich stressbedingt gehüstelt hatte. Hätte ja auch Trienchen sein können, doch Bienchens Reaktion macht dich sicher. Die Diagnose kam spontan_reflexmässig über deine vorlauten Lippen, weil du gerade für einen medizinischen Werbetext geübt hattest. Mit Pschyrembel, dem klinischen Wörterbuch.

Darin hast du seiten_stundenlang den ganzen Vormittag über geblättert und hie & da wie eine Biene vom Text genascht. – Da stand dieses schwere Urteil einer leichten Diagnose. Und du musst es zugeben: Der Ausdruck gefällt dir. Deswegen blieb er im KurzzeitGedächtnis haften wie der Inhalt des Arbeitsspeichers nach einem ComputerAbsturz in einer tmpFile eines DOS Rechners!

Ein Problem taucht auf: Dieser ordentliche Befund eines Fachbegriffs konnte sich nicht zu den Opfern durchsetzen. Wird noch leicht missverstanden, was die Durchdringung erschwert. Im anlaufenden Gesicht der krächzend auskeuchenden Kontakterin, die sich zur Bekämpfung des HustenReizes eine neue Zigarette ansteckt, beginnt sich ein NaturEreignis zusammenzubrauen wie im Indischen Ozean, sobald das WetterkatastrophenPhänomen namens El Nino auf den Monsun trifft: Bienchen wäre der Name Hummelchen besser zu Gesicht gestanden. Das Diminutiv aus dem Reich der HonigProduzenten lässt sich besser ableiten als das onomatopoetische, Gebrummel verheissende Dröhnen eines anderen flugsaugenden Insekts, das noch dazu – laut der Aesopschen Fabelwelt – als nicht so fleissig gilt. Und wer in der Werbung will schon als untüchtig dastehen? Bienchens Gesicht krampft sich ein, und viel leichter als die Orfischen Meteorologen kannst du den nächsten Sturm der Entrüstung, samt Stadien der Verwüstung weiter Landstriche der Psyche und einhergehende Entgleisung der Gesichtszüge voraussagen. Bienchens überbordende_ausladende Mimik ist daran gewöhnt, regelmässig auszuzucken. Braucht es geradezu, im wahrsten Sinn des Wortes: Der offene Mund verliert den letzten Anflug von Symmetrie, verzerrt sich zur geöffneten HassFratze, in der es sich zuckmässig ärgstens abspielt. Das Gesicht wird weiss& weisser. Wie von ebendieser Glut verzehren sich ihre, üblicher Weise, rosigen Wangen. Auf der Stirn furcht sich eine Zornesfalte von der Tiefe des MarianenGrabens.

Eine bekannte Stimme dringt in deinen Luftraum ein. Augen werden auf Anschlag überdreht, und nach einer schier endlosen Zeit, in der diese beschriebenen Symptome weiterhin ungemindert über das irrlichternde Gesicht der liebenswerten Kollegin mit dem lieblichen Kosenamen aus dem niedlichen InsektenStaat peitschen, manifestiert sich ihre heftige GefühlsRegung in einem leicht verständlichen und auch für dich unschwer nachvollziehbaren Satz. Durch deine astrologisch bestätigte Gabe der ahnenden Intuition hast du die Gnade, den Ausdruck infolge der sich schrill überschlagenden Stimme, die durch ein phonetisches Wunder gerade noch im hörbaren Bereich bleibt, verstandes_verstehensmässig erfassen zu können. Und Bienchen gibt dir durch die Blume – keine schillernde Orchidee, eher eine stachelige Distel – zu verstehen, was von dir und deinen kreativen Anwandlungen zu halten ist, bevor sich ihre Stimme in den oberen Oktaven verliert.

»Hoit die Goschen, du bledes Oaschloch!«

Die Phrase kennst du bestens aus deinem bisherigen Werbegang. Jedoch hättest du nicht erwartet, diese gemeine_gütige, allgemein gültige Redewendung im noblen Ambiente einer Werbeagentur von Welt, die etwas auf sich hält – und einen irrsinnigen Texter aushält – zu vernehmen. Schon eher am Sportplatz des SC Piringsdorf, deiner trinkerischen SonntagsnachmittagsHeimat mit 14tägiger Abstinenz. Soweit ist man noch nicht, dass wegen dir – während der Rest der Mannschaft beim Auswärtsspiel weilt – die Kantine aufgesperrt wird. Oder in der Strassenbahn: Zur StossZeit vorgebracht wie ein StossGebet des Fahrers, sobald er Verspätung hat, diese einfahren will und mit Glauben an Unterstützung|Hilfe der befördernden Leute einfährt. Weil jeder Gast den Fahrer anfährt, ob dieser zu spät dran sei. Wodurch er noch mehr – Zug um Zug – mit dem Zug in Verzug kommt. Oder in Gürtelnähe. Oder von einem GewerkschaftsFunktionär. Selbst von einer Praterhure hast du noch nie so eine Ausdrucksweise gehört [hast auch noch keine Bekanntschaft mit dieser Spezies gemacht]. Doch von Bienchen hättest du sie nie & nimmer erwartet.

Je weisser Bienchen wird, umso mehr errötet Trienchen. Kommt dir vor wie eine moderne Inszenierung von ›Schneeweisschen & Rosenrot‹. Weiss_heisses Kontaktinchen muss nun relativieren.

»Warum bin i a nervöse Tussi?«, schreit sie dich an, kurz vor dem Ausbruch einer Gemütsregung, die sich am besten mit Amok beschreiben liesse. Der GefühlsOrkan bekommt Auslauf. Jaja, neigt zur Hysterie, die Beste!

Wäre HysterischSein eine olympische Disziplin, müsste Bienchen für Österreich die Fahne tragen, die Fackel entzünden und den olympischen Eid kreischen. Ein Schlupfloch witterst du in ihrer Argumentation.

Ein dringendes Antitussivum wäre angebracht, als Mittel gegen Tussis? Es gibt Länder, in denen die Hysterie schon Tradition hat – sowie die Analyse davon. Bereits 2000–110 erforschten französische Ärzte diese Krankheit im Hospital Salpetriere, wohin Jahre später die ›Princess of Wales‹ tödlich verletzt eingeliefert wird und von wo dann die ersten DianaWitze ihren Ausgang nehmen werden. Beispiel gefällig: Dodi al Fayed trifft im Jenseits auf seinen Chaffeur Henri Paul: »You french Piece of Shit, you Prozac taking drunk Bastard, what did I told you: I wanna fuck Di in the Tunnel, and not: I wanna die fucked in the Tunnel!«

Würdest gern noch was Einschmeichelndes zu Bienchen sagen, um sie wieder zum vertraut_samtigen Summen zu bringen. Kannst nicht. Trollst dich ins SchreibStübchen, überlegst scharf.

›Tussis‹ ist nur der lateinische Ausdruck für Husten – und ›nervosa‹ bezeichnet den Reizhusten. Man müsste eine Selbsthilfegruppe zur Äufklärung|Prävention dieser epidemischen Volksseuche mit dem unbekannten Namen ›Tussis nervosa‹ [Reizhusten] gründen!


›Tussis nervosa‹ mit verheerender Auswirkung

Leseprobe | Seite 18 [KAP.01]

Leseprobe | Seite 148 [KAP.11]

Leseprobe | Seite 196 [KAP.16]

Leseprobe | Seite 329 [KAP.33]

Leseprobe | Seite 372 [KAP.38]

Leseprobe | Seite 466 |
Kapitel.49
[unlektoriert]


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Rezensionen & Stimmen [KRITIK]

 

 

 

 

Das Buch, von dem Harry Rowohlt
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Die Verhaftung der Dunkelheit
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von Karl Weidinger [UhudlaEdition] – Das Buch Arial:
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»...eine Spur der Verwüstung durch die WerbeBranche gezogen wie Attila der Hunnenkönig.« – [Dr G Walsch-Jelinek of Transpotext|Commworld]

»...gute Texter haben keine Zeit für Bücher, und Sie haben schon zwei geschrieben?« – [Haide Rosar of Young & Rubicam] – »Seit 10 Monaten mehr keinen Sex gehabt. Da könnte ich in der Zeit, in der Sie mit Ihren Chefs bumsen, ›Krieg und Frieden‹ schreiben!« – [Antwort des Autors]

»A Supertexter, owa menschlich a totales Oarschloch!« – [the HorstMan of A3]
– »Einspruch, nehmenS des zrück, i bin sicher ka Supertexter!« – [Antwort des Autors]

»Kawei, das Selbstvertrauen aus Beton, der Al Bundy von Österreichs WerbeSzene« – [DI Kari Witt-Dörring of PK_P beim ORF TopSpot]

»Die Verhaftung der Dunkelheit wegen Einbruchs... Ein Titel, der seinen Weg machen wird!« – [Harry Rowohlt of Hamburg]

 

KARL WEIDINGER
[THE LORD of the piRINGS
DER HERR der jahresRINGE]
Ein Burgenländer aus Piringsdorf, seit über dreieinhalb Dutzend und mehr als vier Dezennien Lebensjahren, mit kawei verhaftet. Ein Alter, in dem richtige Genies schon richtig tot sind: Mozart[35], Jesus [33], Schubert[31], Hendrix [28], Schiele [28], Morrison [27], Büchner [24], Trakl [24]. – Selbst Falco [41], Kafka [41] oder der Erfinder von Short- & KrimiStories, Edgar Allen Poe [40] sowie Jaromir »Schwejk« Hasek [40] wären mit etwas Glück nic
ht mehr einholbar. – Lady Diana [36], Michel Hutchence [37], Puschkin, Van Gogh [37] und Ödön von Horvath [38] gingen zwischen Fertigstellung, Lektorat und Drucklegung drauf als Vorbilder. Also nix mit Genie. Schon eher Wahnsinn [ohne Methode].

Speisekarte speziell für Haflinger & Knastologen:
Arretiert zu 1,8 Promille des Jahrtausends in Piringsdorf und 22% des Jahrhunderts in Wien eingesperrt. Ein Zehntel Säkulum in Posthaft, ein Dutzend Jahre Schul-, Wirtshaus- & WerbungsArrest. Der Rest ist Schweigen, äh: Schlafen. Dunkelhaft! Nun [wieder] draussen.


»kaweis Werbegang - DIE VERHAFTUNG DER DUNKELHEIT WEGEN EINBRUCHS«
ist ein autobiografischer Schelmenroman von kawei. Das dritte Erstlingswerk nach »Der Missbrauch des aufrechten Ganges« [kaweis PostReport] und »Der Herr vom Uhudla« [kaweis UnterstufeLesebuch]. Eine schonungslose Abrechnung. Kein Kniefall vor den Grossen, sondern Kreativmuskelspiel der unangepassten Kleinen, die mit Eulenspiegel, Hanswurst, Kasperl oder Zilk auch schon einige Siege erringen konnten. Den nur wer nicht genial tot ist, kann noch der Welt seinen Buchrücken zudrehen...

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