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»DIE VERHAFTUNG DER DUNKELHEIT WEGEN EINBRUCHS«

 

Ron Dennis liess Gerhard Berger
vor VertragsUnterzeichnung
für McLaren acht Stunden warten.
So wichtig bist du nicht, bei dir
tuts eine (tot)geschlagene Stunde.

Ein Sportstück. Mit »Gruezi« trittst du ein. Weil dir »Sgott« und »GutTack« in der Aufregung entfallen sind. Ein Kuvert flattert leblos zu Boden, weil es nach deinem Eintreten nicht mehr inne halten konnte. Verschwindet hinter dem sichtbaren Blechrand eines Mistkübels. Eine Büroblüte in der Blüte ihrer Jahre blickt kaum von der Arbeit auf. Bedankt sich für den Gruss mit einem Nicken, wobei sie der Einfachheit halber ihren Kopf gesenkt lässt. Um die begonnene Bewegung abzuschliessen, legt sie den entkuvertierten Zettel des Briefes in eine UnterschriftenMappe.


»'um 'hef«, vermeint die örtliche Dame zum Empfang im dritten Stock, ohne deinen verschmitzt|verschwitzt|verschweizerten Gruss verbal zu erwidern. Die Ansage dreht ein paar Runden im akustischen PrüfBereich deines Freizeitkopfes, um dann als Feststellung abgelegt zu werden. Kann keine Frage und schon gar keine Überprüfung deiner BesuchsAbsicht gewesen sein! Das Dekolleté äh: Timbre springt dich augenblicklich an und verdient augenscheinlich das Prädikat ›atemberaubend‹. In der rechten Hand hält sie einen spitzen Gegenstand... Für den Fall der Fälle – falls du ihr zu nahe kommen sollen wolltest? Nein! Damit schlägt sie sich in die linke Handfläche, wie um den SchliessReflex ihrer Handmuskelsehnen zu überprüfen.


»J-jähämio«, sagst du mit der abgfeimten Bestimmtheit eines NeoVorgesetzten. Streng, wie es sich für einen zukünftigen Redakteur des 'hefs geziemt. Fast alles in türkis gehalten. Neuerlich fällt dir die ansatzweise stark darke Tönung auf. Vom Scheitel bis zur Sohle ihrer RiemenPatscherln. Vom getönten Haar bis zum tönernen Busen. Die dunkle Stimme fällt in Natura noch betörender aus.
»'hef 's 'ner 'sprechung«, sagt die Vorzeige- und -zimmerdame und lässt das spitze Stechwerkzeug in ihre Hand sausen wie ein Fallbeil. Die andere Hand grapscht mit dumpfem Geräusch nach, als könnte sie nicht anders. Sogleich befreit deine AnsprechPartnerin das Mordwerkzeug aus der hohlen Hand und schwenkt damit bedrohlich in deine Richtung. Das anvisierte Ziel der mörderischen Spitze findet Platz in der Sitzgarnitur im Vorhof der Macht und beginnt zu überlegen -(1) Vorhof ist verwinkelter Gang -(2) Sitzgarnitur ist Jugendstil und -(3) Mordwerkzeug ist Brieföffner, erkennst du in einem Moment der Ablenkung von ihrem Teint|Dekolletè|Timbre.

Eine Verharren signalisierende Geste aus der gut getoasteten BriefkuvertMörderhand hat dich angewiesen, friedlich zu warten, während sie weiter im Akkord (von einem, wie von dir, gebrachte) Briefe aufschlitzt. Schneidet weiterhin Opferkuverts auf der Büroschlachtbank die gummierte Gurgel durch. Entnimmt mit gekonntem Griff den um sein Leben zappelnden Briefinhalt. Lässt routiniert die toten Kuverts in die blecherne Rundablage gleiten, ohne die seelenlosen, ihres Inhalts beraubten Körper nach der rituellen Schlachtung auch nur zu berühren. Das berührt dich, und dir tun plötzlich – zum ersten Mal, völlig unvorstellbar fürs bisherige Leben – Briefe leid. (Ist ja mehr als nur ein Silbe zwischen ›Leid tun‹ und ›Leid antun‹!)


Während du wartest und wartest und wartest, dünstest du still vor dich hin. Von hinter der Tür ist ein Gespräch mit Musikuntermalung zu vernehmen. Dieser Mensch redet, wie andere Autorennen fahren. Kurz geduscht hast du nur, hastig Zähne geputzt und dich in die EinserPanier geworfen. Die düstere Schale hat – wie die Situation – was Kabarettistisches. Eigentlich hättest du auch länger duschen können. Sogar baden, dir schnell das Rauchen abgewöhnen, rasch einen ZahnarztTermin wahrnehmen, eilig Tanz- oder Tauchkurs, sogar FührerscheinPrüfung neu machen...


Eine schier endlose Zeit des stummen Harrens und duldenden Zusehens zieht ins Land. Scheint, als würde deine Geduld auf eine harte Probe gestellt werden. Und kein Ende in Sicht. Solls ein Experiment sein, wie lang du stummer Zeuge (als Mittäter!) des Postgemetzels der Briefschlitzerin sein kannst? Doch dann fliegt jäh die Tür auf, vor der du Zeit & Gedanken mit Überlegungen totschlägst. Und das ohne jegliche vorwarnende Schrittgeräusche. Der Lärm von innen brandet in einer Woge auf. Irgendwer stürmt aus dem Büro, als wäre ein nur für ihn hörbarer Alarm losgegangen. Die ursprünglich kriegerische Bedeutung des Wortes ›all'arme‹ schiesst dir ein: Alle schnellstens zu den Waffen!


Bei dem überstürzt wirkenden Waffengang aus dem Zimmer fokusiert der Alarmierte fest dein Augenpaar und springt dir mit seinem wirr drein schauenden fast ins Antlitz. Kurz vor deinem Sitzplatz dreht er ab, schiesst an dir vorbei wie ein Torpedo, einen kräftigen Sog erzeugend. Reisst eine getarnte Tür auf, um flugs dahinter zu verschwinden. Alles in weniger als einem Atemzug an seiner Zigarette, während du nicht mal zu atmen wagtest.


Danach lokalisierst du gurgelnde Geräusche von hinter der Tür und einen Wasserhahn, der (so wie du) aus seiner darbenden Starre gerissen wurde, um mit energetisch_trotzigem Plätschern zu gehorchen. Aufgestautes Wasser verwandelt potenzielle Energie in kinetische – und auch in reinigende. Der MittDreissiger im schlanken BusinessAnzug mit nachlässig in Arbeitsposition gebrachten DesignerBrillen taucht wieder aus seinem PrivatKlo auf und rudert mit den gewaschenen Händen heraus und saust an dir vorbei, um wieder in seinem ChefBüro in Deckung zu gehen. Als du ihn wieder sprechend vernimmst, sammelst du all deinen RedeMut und fragst selbstbewusst wie eine Eins: »Wahar-ähem eher dahas?«


Vorzimmer- & -zeigedame mit gefährlichem Dekolleté und (für die Briefe) todbringendem Job nickt Zustimmung, ohne aufzusehen und widmet sich weiter der Schlachtung der Geschäftspost. Regelmässig greift sie mit der tödlichen Linken, die vorher die Briefopfer festgehalten hat, 30sekündlich zum Telefonhörer, um darin im Gegensatz zu allen übrigen Gesprächen den komplett perfekten Satz zu üben: »Guten Tag im Verlag, was kann ich für Sie tun?« Durch die stete Wiederholung kämpft sie gegen das Verlernen des einzigen vollständigen Gesprächsteils an, der über ihre schönen Lippen kommt. Oberhalb tut eine Kamera auf wichtig.
Diese leere Stunde der Warterei könnte eine gefährliche Nebenhöhle sein, in der Infektionen keimen – würdest du das Ganze auch nur ansatzweise ernst nehmen. Der Bazillus des Ehrgeizes kränkelte dich bisher kaum an. Gegens Virus des Reichwerdens um jeden Preis bist du (von Haus aus) immun. Die Krankheit des UnbedingtnochwasWerdenwollens ist mit dem kindlich_kindischen Berufswunsch Strassenbahner zeitgerecht überwunden worden. Trotzdem – trotz dem! –: »Ähäm t-tuns wäham-was für mich und sa-sagensi ihähäm, dass i seitner gschlagnen Stund warte.«


Das Timing ist verstörend wie ihr Anblick betörend. Der todbringende Brieföffner rutscht ihr ab und verletzt ein ums Überleben wimmerndes Kuvert nur leicht, statt diesem gleich den Garaus zu machen. Zittert in der mordsbraunen Mörderhand vergeblich um Gnade. »'ie 'ar 'och ihr 'ame?«, fragt der Todesengel und hetzt dem verletzten Opfer nach, um es durch Blattschuss, mit angesetztem Fangschuss – oder Gnadenstich? – endgültig zu erledigen. Zwischendurch träumt dir, du saz ûf eime steine und dahte bein mit beine!
Nein, Scheiss_Plagiat! Das träumte schon Walther von der Vogelweide. In dir träumt es lediglich vom Vogelweidplatz, wo die Stadthalle steht.


Die GegensprechAnlage unterbricht mit einem wichtig klingenden Signal, wie es von Flughäfen bekannt ist. Ein »Lasse bitten!« ertönt, mit nachgebelltem »SOFORT!«, das Null Aufschub duldet. Als würde es um Leben & Tod gehen. Ein Kriegsherr ruft zu den Waffen, schlägt Alarm. Sofort!
Und du Wahnsinniger willst dich stellen, dich ihm ausliefern.
»'ässt 'itten, 'err-- 'ie 'ar ‘och 'hr 'ame?«
»Doppelname wie Stilzchen-Rump«, sagst du bestimmt|ergrimmt|verstimmt in verzweifelter VerbalUm(dich)schläge zum Anheizen! Beschliesst insgeheim die erste Amtshandlung. Vz&Vz-Dame wäre fristlos zu kündigen, würde sie dir nicht vertraulich ihre Dutteln zeigen. – Doch dieser Gedanke ist ziemlich duttelfeindlich, deswegen verwirfst du ihn gleich auf der Stelle, ohne ihn auch nur ansatzweise zu beschliessen. Der an den Tag gelegte Unter(bewusstseins)Ton ist lediglich zur Selbstbestärkung gedacht, um mutig_entschlossen_aggressiv zu wirken. Und du kannsts gut gebrauchen, denn Verleger kommt dir auf halben Weg entgegen. Die seltsame Form der Affirmation hast du während der Wartezeit ausgeheckt. So wie »Big Mac« sich immer erst in Rage bringen muss, um fürs Tennis motiviert zu sein. Erst sobald er alles gegen sich aufgebracht hat und benachteiligt wird, kann er beginnen wie ein (EA|Generali) Löwe zu kämpfen. Um sich aus seiner misslichen Lage zu befreien, die ihn an den Rand der Niederlage gebracht hat. War unlängst beim Tennisturnier in der Stadthalle zu erleben, als John McEnroe auftrat und gleich zum Schiedsrichter statt einer geheuchelt_fadenscheinigen Begrüssung vorbrachte: »Weisst du, wofür diese weisse Linie da ist, du blutiges Arschloch?«


In die Höhle des Löwen musst du nun. Völlig unbedarft hinsichtlich journalistischer Weihen – so, wie es sich gehört. Lediglich aufgrund einer dubiosen Empfehlung von Simon North. »Dä namhafte Verleger«, AugustGeborener & somit SternzeichenLöwe, wirkt keineswegs verlegen, weil er deinen Namen nicht kennt. Schüttelt die gereichte Pranke durch seine vom HandGeben geeichte Tatze und heftet mit einem zischenden Ausatmen seinen Blick auf dich. Trotz der kurzen Zeit hast du dich eingehend aufs Gespräch vorbereitet. Sein Geburtsdatum weisst du von der Nullnummer seiner Zeitung, die am Postamt vor sich hin verstaubt. Denn FalschAnschriften werden gehortet, um dann gebündelt ans VerlagsPostamt retourniert zu werden. Diese Sendungen vermisst niemand und sind für dich eine unerschöpfliche Quelle, eine heisse WissensTherme, ein nie versiegender InformationsGeysir. Den ZeitungsTitel übernahm Verleger von einem anderen Publizisten, der danach einen GrafikDienst aufmachte. Besser, einen etablierten Titel zu erstehen, als ein gänzlich unbekanntes Produkt zur Neueinführung durchzupushen. Der Vorbesitzer verkaufte, weil er sich in die Hosen machte. Hatte mit einem der mächtigen Fellners vorher noch »ein Pfeiferl« geraucht und war deswegen der IrrMeinung, mit dem Mitraucher ohnehin gut Freund zu sein. Also schlagzeilte er übermutig_untergriffig im 14tägig frisch erscheinenden KommunikationsDienst: ›Fellners, die Schande im MedienDschungel‹.

Starker Tobak! Ging mehr um die GeschäftsGebarung als ums Passivrauchen. Der Schas schien nach hinten los zu gehen. Fellners drohten mit einer Klage nach Medienrecht, bei dem der WahrheitsBeweis unzulässig ist und der VerunglimpfungsRufmordKreditschädigungsParagraf #111 namens ›Üble Nachrede‹ gilt, und das hätte mit Sicherheit eine schöne Summe ausgemacht. Nun rauchten auch die Köpfe der Juristen. Der Übermut des Publizisten löste sich in Rauch auf, und der in der Branche bekannte Titel wechselte den Besitzer. Durch Verkauf an den damals noch unnamhaften Verleger entging der Vorbesitzer dem drohenden Verfahren. Die FellnerBrothers hingegen mauserten sich zum wichtigsten verlegerischen GebrüderPaar seit den Grimms, obwohl sie gewiss nicht auf (Hören)Sagen und (Seher)Märchen setzen.


Bist also gewappnet mit Wissen, das du abrufst, bevor du ein-& antrittst. Der sicheren Linie folgend, wählst du fast eine Begrüssung wie Mister McEnroe. Willst mit dem bewährten »Gruezi« starten. Doch das kommt dir nur als unoriginelles »Grüssie« über die Lippen – besser als nix. Verleger ist ein echter Macker und beginnt augenblicklich mit Verhandlungen. Doch du hast nichts zu verkaufen – höchstens ihn für dumm. »Was führt Sie zu mir?«, serviert er einen erwarteten Aufschlag, gleich nach dem Platz nehmen, »Herr --äh?« Nach der Vorbereitungszeit verspürst du nicht die geringste Lust, mit dem üblichen EinschlagsGeplänkel noch weitere Freizeit zu vergeuden. Musst schnell handeln, willst gut punkten. Normaler Weise schläfst du um diese Zeit schon rechtschaffen müde und träumst dir beim NachmittagsTennis oder KinderFernsehen den KabarettErfolg herbei.


»Simon. North. Hat. Sie. Mir. Empfohlen!« Da fehlt doch was? Geschludert feuerst du »Soll daher. Deher neue ChefRedakteur. Werdenäh.« nach. Alles auf eine Karte setzend hast du soeben probiert, ein Ass zu servieren – die Strategie deines englischen Coachs Simon North. Geht die Taktik deines Non Playing Captains auf? Mit diesem einem Satz, den du in der halben Ewigkeit deiner vollen WarteStunde antrainiert hast. Wumm, das Ass sitzt! Treffer!? Gar ein Punkt – am Ende des Satzes!? Spiel, Satz… Fehlentscheidung!?


Njet! Net? ZeitLupe. Innerer Monolog: Drahtseilakt ohne Netz... Mehr als wieder rausjagen kann Verleger dich nicht... Wirst ihn nie wieder sehen! Doch deine Clique hat danach dann abends bei der Nachbetrachtung einen MordsSpass. Simon wird dich zu anderen verrückten Taten anstacheln... Eine Form komischer Mutproben Würde was bringen... Oftmaliges Erleben & Durchmachen mulmiger Situationen könnte den schweren Hemmungen in dir v_leicht ein leichtes Schnippchen schlagen...


Verlegers WirrBlick attackiert dein abseitiges Geschau heftig und holt dich in die Realität zurück. Für einen Moment zielt er zum Ausgang, als hätte das kamerabewehrte Portal es gewagt, sich zu mucksen. Sein Lidschlag gleicht einem Bombardement. In deinem Innersten erwartest du sogleich – so gleich! – das finale »OUT«.

Over & Out. Aus_vorbei? Solltest du ihn nach dem ›Aus‹ (dem gedachten Raus!) beschimpfen & beleidigen wie dein Vorbild, welches alle Welt »Big Mac« nennt? Damit würdest du bei der säuferischen AbendNachbetrachtung zuerst noch besser und dann noch wackeliger dastehen. Dafür hättest du jedoch keinen Beweis und würdest v_leicht eine Havarie an Simons Image verursachen. Auf die schier unausbleibliche 15SekundenEntscheidung willst du nicht mehr länger warten. Doch das Urteil in Form eines gut gebrüllten »Out« kommt und kommt nicht. Und je länger es dauert, umso geringer wird die Wahrscheinlichkeit, dass es doch noch daherfliegt. Die akustische Erinnerung checkend, findest du auf der Tonspur der letzten Sekunden eine konstante Nulllinie in deinem Kopf. Verleger muss sich overruled haben. Entspannt sich. Alles noch innerhalb der weissen Linie. Spiel geht weiter. Gesprächsball ist noch heiss.


Nun ist er dran. Mit Heimvorteil am CentreCourt seines Verlages. Fast hätte er den Halt verloren. In der nächsten SchreckSekunde arbeitet er sich tiefer in seinen gemütlichen ChefSessel hinein, der die beschauliche Dimension eines PfauenThrons in einem ausgebeuteten DespotenStaat hat. Nun wohl wissend, dass er nie auch nur ansatzweise in Gefahr geraten wird, die Oberhand zu verlieren. Deswegen raucht er sich eine Zigarette an. Und überlegt, ob er auch dir eine anrauchen soll, während er dem Glutnest eines nicht mehr aktuellen Tschicks den ausdämpfenden Garaus bereitet. Zu allem Überdruss serviert er dir eine Marlboro Lights über den Tisch, die du schnell|gekonnt|dankend ablehnst. Würde dich zu sehr unter Zugzwang bringen. Reden & Rauchen gleichzeitig?
»Nö! Hei-heissn Marlbo lights, dass ma net vergisst, anzuzünden – mitm Lighter!« – Verleger ist irritiert. Muss lachen.


Darauf war er nicht gefasst. Optimale Gelegenheit, ihm zu gestehen, dass deine Befähigung kompetenter Weise darauf fusst, dass du immerhin »glorreiche Sieben« WerbeGurus leichtfüssig auf deinem postalischen Rayon als Briefträger zu versorgen hast. Im Hintergrund plätschert Stevie Wonder »I-just-called-to-say-I-love-you« ausm Radio. Und Verleger steht kurz davor, sich zu einem Fuss(noten)fehler zu bekennen. Wechselt bleichgesichtig die Farbe und beginnt auf dem überbordenden Schreibtisch mit spitzen Fingern Klavier zu spielen. Wie Stevie Wonder, ohne den starren Blick aus deiner Richtung zu nehmen. Singt mit furchterregend hochgeschraubter Stimme: »Zeit, für das irrtümlich HP Lovecraft zugeordnete Motto: Was immer es war, es war auf diesem Schreibtisch!« – Fuss(noten)fehler? Oder stimmt das Zitat doch? Während er überlegt, ob er dir mitteilen soll, von wem das Zitat wirklich ist, kann er anhand des Zeitpunktes dem vollgekritzelten Kalender seinen Termin entreissen. Mit Bleistift kringelt er sein Date so lange ein, bis das Papier, als der Gescheit|Klüg|Geduldigere, nachgibt. Unt
erstützt wird die ganze Aktion durch knirschende Kieferbewegungen...


Bis dem Kalender dein Name entfällt. Die Ve
rschnaufpause, wie beim Seitenwechsel, führst du weniger auf Sprachlosigkeit zurück. Eher aufs Bestreben nach deinem stotternd dargelegten bisherigen Werdegang, so ruhig wie nur irgendwie möglich zu bleiben. Verleger will es genauer wissen: »Wer oder was« – Zigarette anziehen – »führt Sie um Himmels willen zu mir?«
»Jah! Ja-Jasch&Schramm, Sieber&Saatchi, Marat, Edi Keck & die CornKammerer und a no die Franzi Fellerer von der BilderAgentur Mauritius, Werbefilmer Skrein«, rappst du deine glorreichen 7 als Referenz herunter, wobei du die Finger zur Hilfe nimmst und auf 9 kommst (stimmt doch, Firmenduos gelten als 1 Person).
»Genug«, bietet er Einhalt, »ham Sie schon was geschrieben?«, sagt er beschaulich, fast leise. Wird freundschaftlicher. Weil er einsieht, dass er so nicht weiterkommt. Der TschickStoffwechsel muss sich Luft verschaffen. Rauch qualmt heftig, als würde er eure unterschiedlichen Bemühungen versinnblildlichen. Und du antwortest, in Ruhe, gelassen. »Sicha, genug ähem Literatur«, bluffst du gekonnt, »Short Stories, Werbetexte für... ähemundsoweiter.«


Er scheint sich damit zu begnügen und atmet die Fortsetzung des rauswollen_rauswallenden Rauchs in die Gegensprechanlage, als wollte er ihr einen Zungenkuss aufdrängen. Die Marlboro Light muss Kreide enthalten, weil Verleger plötzlich so freundlich ist: »Frau Dunkilein« – so heisst seine Zerberussi im Vorzimmer – »wer oder was in Gottes Namen hat mir den Termin beschert?«
Unverständlich, trotz aller Bemühungen deines phonetischen Recyclings, was die Frau Dunkilein mit ebensolchem Teint|Timbre zur Antwort gibt. Fragmentarisch erfasst du den Geheimcode zwischen beiden und bist betört von ihrer schwungvollen Sprachmelodie. Das geriffelte Sprechstück dampft nun ebenfalls vor Verzückung und qualmt, als stünde es in Schwelbrand. Verleger wird in seiner Höhle des Löwen zum Löwen der Hölle, als er durch seine Löwenzähne nach einem Untertanen brüllt. Lang genug freundlich gewesen, röhrt er laut auf: »Herrrrr Limpelllll!«


Ein Adlatus dieses Namens kommt, schielt und hat eine Löwenmatte, ist ansonsten jedoch eher bartlos wie eine Löwin. Erscheint sogleich_zeitgleich, als hätte er in Hörweite gelauert – was in ganz Wien hätte sein können. Doch er muss in der Nähe geweilt haben, sonst wäre er nicht auf dem rauchenden Absatz, wie der Geist aus Aladins Wunderlampe, da gewesen. Meister Lampe, äh Limpel plädiert mit brüchiger Stimme, feig in die Ecke schielend, auf »nicht schuldig«, da er sich in der »ChefRed«SucheSache als inkompetent befindet.
»Both went out crying«, würdest du Simon (in the Evening) tellen können. Herr namhafte Verleger brüllend – und sein Limpel weinend.


Bleibst allein zurück. Nur Verlegers qualmende KreideZigarette hat er aufregungsbedingt im Aschinger zurück gelassen. Warum gibts keine HeliumTschick, wovon man eine komische Stimme kriegt? Und Tom Waits könnte für die Marlboro Hell-ium mit MickyMausStimme sein Testimonial direkt aus der Hölle quieken & quäken. Hätte Verleger dich gefragt, du hättest nicht gelogen: Termin gewährte ein teuflisch dunkles Organ mit fragmentarischer Sprechweise. Doch dich fragt ja nie wer!

Das Büro hat was: Einen Springbrunnen des Künstlers Muhr, der so langweilig wie unkreativ (jedoch sehr dekorativ) vor sich hinsprudelt wie das Radio. In einem Hauch eines KreativGedankens sinnierst du, wann endlich ein SteinMetzger den ultimativen NitschSpringbrunnen entwürfe: Eine SprudelSudelAnstalt, die rotes Stierblut umwälzt. Und wer würde sich sowas ins Zimmer stellen? FleischhauerBetriebe oder doch eher KunstAgenturen, die an Nitsch verdienen wie andere (skrupellosere) Verleger? Der WandVerbau wirkt wie ein Bücherregal. Nein, das ist keine Bibliothek mehr, schon eher eine Lärmschutzwand. Sogar ein Monitor ist eingebaut, der das Ergebnis einer Ü-Kamera vom türkisen Vorraum ins Chefbüro rüberträgt. Also konnte er dich während seiner EndlosTelefonate eingehend betrachten. An der Wand hängen die üblichen aufgeblasenen Lithos & Repros zeitgenössischer Meistermalergesellen. Lichtenstein (Roy), Haring (Keith) und Kandinsky (Vornamen weisst du nie, würdest auf W a s s i l y – auf der alten Remington mit dem Kosenamen »Klappotetz« tippen). Daneben drohen Titelseiten des ersten Jahrgangs, in übernatürlicher Grösse von der Wand zu springen. Wie Filmplakate von einer Gottheit genannt GodZilla, derzufolge es doch nur auf wahre Grösse ankommt. Diese Nullnummern sind in türkis gehalten_erhalten, wie alles in der Redaktion, und auf den 24. Feber zweitausendminus16 datiert. BlindLayouts entdeckst du, die noch vor der endgültigen Textvariante angefertigt wurden. Das findest du sehr lustig. Diese Illustrationen sind schöner anzuschauen als die Originale, die du noch vom Postamt in flüchtiger Erinnerung hast. Und der Text ist lesbarer, weil er nicht wirkt, wie mit dem Schuhlöffel in die Kästchen hineingezwängt.

»Kisuaheli neumix«, liest du laut. Steht immer wieder & wieder in den Feldern. Und darunter ein bisschen weiterführend erklärend Kisuaheli neumix dok barcmope. Rewitz gofella queju vinre. Esni uz balomre rindupu doan, Neukifka in lenima dakai typeshop herangu des... – Blindtext, der erste den du siehst! Um zu zeigen, wie das fertige Layout ausschauen könnte. Wer (so wie du) noch nie Layouts in der Zwischenstufe vor Fertigstellung gesehen hat, hält das bereits für »richtigen« Text und beginnt, mehr als verwundert, zu lesen. Es kursieren die wildesten Stories: »Sehr schön & gut alles! Doch den Text müssen wir noch übersetzen lassen!«, sollen schon viele Entscheidungsträger gesagt haben, als diese nicht erkannten, dass der Text im Layout noch gar nicht drinnen war. Und Blindtext ist für sowas wahrhaftiger als jedes sinnvolle Geschreibsel.


Gleichgültig, ob Blind- oder Klartext! Mit einer Geschwindigkeit von 9 bis 50 Meter pro Sekunde (32 bis 180km|h) reiten die Reize durch Nervenbahnen. Ungeachtet, ob eine sinnvolle Abfolge von buchstäblichen Reizen oder »BuchstabenSuppe« vorgesetzt wird. Oder gar HirnGespinste, die den leserlichen MusterErkennungsProzess in Gang oder in Unruhe versetzen. Mit einem Schwall von nervlichen Reizen von über 50 MeterSekunden kehrt Verleger in sein Reich zurück und schwingt sich mit einem Stoss Seufzer, wie nach einem Volltreffer beim Tennis, wieder auf seinen Thron.
Hättest lieber ›Jambo‹ (afrikanischer Gruss) statt ›Gruezi‹ (Schweizer Gruss) beim Eintreten anbringen sollen, da Verleger offensichtlich ein Kisuaheli- oder Swahili-Fan ist. Könntest auch noch schnellstens erwähnen, dass ›Daktari‹ mit dem schielenden Löwen Clarence deine Lieblingsserie gewesen ist. Denn ›Daktari‹ ist das Kisuaheli-Wort für Arzt. Und Uhura, die resche|fesche Leutnantin aus dem Raumschiff namens Enterprise, heisst wie die Freiheit – was du von Mister Spock ausm Fernseher weisst.


Wahrscheinlich hat Verleger nach seinem kurzen Ausbruch den schielenden Limpel ohne Zeugen und ohne Rechtsanwalts-Daktari fertig gemacht. Eure AuseinanderSetzung fängt wieder bei Null an und wird zu Null ausgehen. Das Spiel nimmt seinen Lauf wieder auf. Wie auf schiefer Ebene. Verleger serviert perfekt auf – und dich ab. Soliert. Voliert. Schnell_effektiv. Würde viel Platz & Spielfläche kosten, alles wiederzugeben, was er dir mit auf den Weg geben will. Nix auf Kishuaheli|Werbelatein|Fachchinesisch. Er erklärt dir wortgewandt, dass der Posten, weswegen du dich herbemüht hättest, nicht mehr vakant sei. Jedoch wärst du ein hoffnungsfroher Fall mit mannigfaltigen Connections und Verwurzelungen »in der eitelsten aller Branchen, der WerbeBranche, die sicher nicht zu den schlechtbezahltesten zählt« und ergodessen ein guter Informant, der sich auf den ChefRedPosten hochdienen könne, sobald du nur genügend Ambition & Fleiss erkennen liessest. Mit dem Gastsessel verschmelzend nimmst du darin die DemutsHaltung ein, damit er es hoffentlich kurz machen würde. Durch Verleger, diesen engagierten Raucher, geht ein Ruck. Er zappelt sich ein wenig aufrechter hin. Wirft einen hastig_fahrigen Blick ein, sieht auf, schaut drauf. Jedenfalls komplimentiert er dich nicht mit einem Arschtritt aus seinem Büro, obwohl ihm danach zumute sein könnnte. V_leicht fürchtet er um den Springbrunnen? Oder seine MassSchuhe sind frisch geputzt mit dem Speichel eines untergebenen Leckers. Oder er hat sich an Limpel bereits sein Mütchen gekühlt. Oder es ist ganz einfach nicht seine Art, sich auf solch brachiale Weise in Szene zu setzen. Die Bilder von Roy, Keith und Wass-i-nie lächeln milde von den Wänden und spenden nicht den geringsten Trost. Ist dein KARLIERE Traum schneller ausgeträumt, als ernst & wahr zu nehmen? Nein, du hast ja noch Simon und das Kabarett. Nachdem Verlegers erster Zorn verraucht ist wie die vergessene Marlboro Light, sammelt sich er sich zum alles entscheidenden Break.

Tie break. – Tie in break! Verleger hat eine neue_bessere Idee, könntest dir ja gleich hier die ersten Hörner abstossen, die ersten Sporen dazu verdienen. Und sobald du gute Geschichten abliefertest (von den Geheimnissen deiner Kundschaft?), würde er dich v_leicht auch möglicher Weise sogar eventuell unter Umständen mit richtigem – tatataa! – Zei-len-Ho-no-rar erfreuend bedenken...
Ja! Hat was. Besser als ein Arschtritt. Verleger dämpft seine Zigarette nach einigen Zügen wieder aus – um sich eine frische anzuzünden.

»U-und raus werfen. Rauswerfen! K-könnens mi ja no immer!« Wunderschöne Gedanken, die dich durchpflügen. Seine Kinnlade gehorcht der Schwerkraft und fällt klappend herunter. Verleger bemerkt die Befeuerung des Sportgeistes in dir und trachtet, seine dreistufige Konterattacke nicht nach aussen dringen zu lassen: -(1): »Warum rauswerfen?« -(2): »Von wo?« -(3): »Wer nie drinnen ist, kann nicht rausfliegen!«

Schnell klopft er eine Weisheit aus dem SprücheLager ab: »Ein irrtümlich Napoleon zugeschriebenes Zitat lautet wie folgt: Die beste Möglichkeit, sein Wort nicht zu halten, ist, es gar nicht zu geben – sage ich nicht nur als wichtigster FachVerlagsMensch des Landes.« Es ist zum Jubilieren.
Willst »Hosanna« stammeln, sogleich in den Himmel auffahren. Was heisst: Bist schon im Himmel, so high. Irgendjemand in der grossen, der besten und der schönsten aller Branchen, der eitelsten noch dazu, gibt dir Gelegenheit, dich zu beweisen. Und gratis, jedoch nicht umsonst – schon gar nicht vergebens! Er, erklärt dir der Verleger euphorisch, deine Reaktion richtig deutend, habe alles Risiko dieser Welt, und du bräuchtest dich keinen Deut darum scheren, ob eine Story zu schaffen sei. Er allein sei das ärmste Schwein auf Gottes Erdboden, denn immerhin würde er das Wagnis auf seine schwachen unternehmerischen Schultern nehmen, solltest du gar versagen und eine Geschichte nicht abliefern können. – Hat Recht: Was der Mann schon allein an besserer Nützung von Rauchwaren einsparen könnte.


Er wills riskieren, dich aufzubauen, zum gefragten Journalisten zu machen, der dann den Ruf der freien Wild- äh Weltbahn hören würde. Um sich vom unter Blut|Schweiss|Tränen aufgebauten kleinen Verlag zu absentieren und diesem den Rücken zuzuwenden, um in der weiten freien Welt riesiges Knödel, die MörderKohle, die reiche Ernte einzufahren. Wie gesagt: Verleger will & muss Risiko auf sich nehmen. Und du darfst im Gegenzug deinen Fleiss in diese Symbiose einbringen. Wie Schwein und Huhn, die eine Firma für Ham & Eggs aufmachen. – Doch das sagt er nicht so (oder nur einfach so). Sollst das TexterSchwein – und ein paar Stories – abgeben. Observationen deiner Postkunden? Er würde dich an den Eiern haben & legen auf Rosen|Triumph|Lorbeer bettend. Die Bewunderung kannst du so wenig zurückhalten wie in Worte kleiden: »Ahuhuf Lo-lorbeer, sich nurnich ausbeeten!«
»Ganz schön abgebrüht für einen kommenden Redakteur«, heuchelt er völlig grundlos. Zusammen liesse sich was ausbrüten, sogar Karriere, sobald du nur den Hintern hochbekämst. Würde sicher noch das eine oder andere Ei zu legen geben, manches gülden, manches blau. Nicht über ungelegte Eier gackern, usw. usf...

Schwafel schwafel schwafel – und schon gehts zu deiner 1. Redaktionskonferenz.

Leseprobe | Seite 18 [KAP.01]

Leseprobe | Seite 148 [KAP.11]

Leseprobe | Seite 196 | Kapitel.16 [unlektoriert]

Leseprobe | Seite 329 [KAP.33]

Leseprobe | Seite 372 [KAP.38]

Leseprobe | Seite 466 [KAP.49]

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Rezensionen & Stimmen [KRITIK]

 

 

 

 

Das Buch, von dem Harry Rowohlt
meinte: es werde seinen Weg machen!

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Die Verhaftung der Dunkelheit
wegen Einbruchs«
von Karl Weidinger [UhudlaEdition] – Das Buch Arial:
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»...eine Spur der Verwüstung durch die WerbeBranche gezogen wie Attila der Hunnenkönig.«
– [Dr G Walsch-Jelinek of Transpotext|Commworld]

»...gute Texter haben keine Zeit für Bücher, und Sie haben schon zwei geschrieben?« – [Haide Rosar of Young & Rubicam] – »Seit 10 Monaten mehr keinen Sex gehabt. Da könnte ich in der Zeit, in der Sie mit Ihren Chefs bumsen, ›Krieg und Frieden‹ schreiben!« – [Antwort des Autors]

»A Supertexter, owa menschlich a totales Oarschloch!« – [the HorstMan of A3]
– »Einspruch, nehmenS
des zrück, i bin sicher ka Supertexter!« – [Antwort des Autors]

»Kawei, das Selbstvertrauen aus Beton, der Al Bundy von Österreichs WerbeSzene« – [DI Kari Witt-Dörring of PK_P beim ORF TopSpot]

»Die Verhaftung der Dunkelheit wegen Einbruchs... Ein Titel, der seinen Weg machen wird!« – [Harry Rowohlt of Hamburg]

 

 

 

 

KARL WEIDINGER
[THE LORD of the piRINGS
DER HERR der jahresRINGE]

Ein Burgenländer aus Piringsdorf, seit über dreieinhalb Dutzend und mehr als vier Dezennien Lebensjahren, mit kawei verhaftet. Ein Alter, in dem richtige Genies schon richtig tot sind: Mozart[35], Jesus [33], Schubert[31], Hendrix [28], Schiele [28], Morrison [27], Büchner [24], Trakl [24]. – Selbst Falco [41], Kafka [41] oder der Erfinder von Short- & KrimiStories, Edgar Allen Poe [40] sowie Jaromir »Schwejk« Hasek [40] wären mit etwas Glück nic
ht mehr einholbar. – Lady Diana [36], Michel Hutchence [37], Puschkin, Van Gogh [37] und Ödön von Horvath [38] gingen zwischen Fertigstellung, Lektorat und Drucklegung drauf als Vorbilder. Also nix mit Genie. Schon eher Wahnsinn [ohne Methode].

Speisekarte speziell für Haflinger & Knastologen:
Arretiert zu 1,8 Promille des Jahrtausends in Piringsdorf und 22% des Jahrhunderts in Wien eingesperrt. Ein Zehntel Säkulum in Posthaft, ein Dutzend Jahre Schul-, Wirtshaus- & WerbungsArrest. Der Rest ist Schweigen, äh: Schlafen. Dunkelhaft! Nun [wieder] draussen.


»kaweis Werbegang - DIE VERHAFTUNG DER DUNKELHEIT WEGEN EINBRUCHS«
ist ein autobiografischer Schelmenroman von kawei. Das dritte Erstlingswerk nach »Der Missbrauch des aufrechten Ganges« [kaweis PostReport] und »Der Herr vom Uhudla« [kaweis UnterstufeLesebuch]. Eine schonungslose Abrechnung. Kein Kniefall vor den Grossen, sondern Kreativmuskelspiel der unangepassten Kleinen, die mit Eulenspiegel, Hanswurst, Kasperl oder Zilk auch schon einige Siege erringen konnten. Denn nur wer nicht genial tot ist, kann noch der Welt seinen Buchrücken zudrehen...

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